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Save the Date! PA 2020 vom 29.05. bis 02.06. 2020

Bild: Leonie Geiger|Pfingstakademie 2019

Die pfingstAKADEMIE Jugendbeteiligung ist ein deutschlandweites Seminar für junge Menschen von 16 bis einschließlich 26 Jahren. Jedes Jahr um das Pfingstwochenende kommen bis zu 80 Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland zusammen, um sich thematisch fit zu machen, sich auszutauschen und neue Methoden und Anregungen für ihre Projekte mitzunehmen. Egal ob aus einem Verein oder als Einzelperson, ob mit laufendem Projekt oder mit einer Idee im Kopf, ob Interesse am Thema oder an einer konkreten Methode, viel Vorwissen oder Einsteiger*in: Wir freuen uns schon, dich bei der pfingstAKADEMIE Jugendbeteiligung begrüßen zu dürfen!

pfingstAKADEMIE, das bedeutet u.a.:

  • engagierte junge Menschen aus ganz Deutschland kennenlernen, wiedersehen und ins Herz schließen,
  • inhaltlicher Austausch zu einem Oberhema am Thementag,
  • gemeinsam Ideen austauschen, Projekte ausloten und Erfahrungen teilen am Barcamp-Tag,
  • konkrete Methoden und kreative Herangehensweisen für dein Projekt am Methodentag,
  • viel (und gutes) Essen, lauschige Abende am Pohlesee und lange Abende in der Bar,
  • jede Menge Berlin-Feeling beim Karneval der Kulturen

Neugierig? Dann findest du hier noch mehr Eindrücke.

Die Anmeldung wird ab Februar/März 2020 hier möglich sein.

Methodengruppen 2018

• Projektmanagement (mit Jette Nietzard & Kevin Saukel, in Kooperation mit dem SV-Bildungswerk)
• Macker*innen wegmoderieren (mit Friederike Frank, stuhlkreis_revolte)
• Drag für Einsteiger*innen (mit Daniel Gögelein und Juliane Mil)?Info: Wer sind Dragqueens und Dragkings?
• Empowerment/Selbstverteidigung für Frauen*/Trans*/Inter* (mit Petra Westerhove, FrauenBewegungBerlin e.V.)
• Spoken Word/Poetry Slam (mit Leyla Ayas)
• Graphic Recording (mit Jana Kreisl)
• Journalistisches Schreiben und Dokumentation im Blog (seminarbegleitend mit Leonie Geiger und Andi Weiland)

Abendprogramm: Open Stage

Der Methodentag wurde mit der ersten pfingstAKADEMIE Open Stage beendet. Ob Poetry Slam aus der Methodengruppe, Zirkusnummer, deine eigenen Songs oder spontane Performance: The stage is yours. Highlights waren die Lip-Sync-Battles aus dem Drag-Workshop. Moderation: Daniel Gögelein/Jules Miles

Projektmanagement: Jette Nietzard und Kevin Saukel, SV-Bildungswerk

Hallo, wir sind Kevin und Jette vom SV- Bildungswerk und machen mit euch einen Workshop zum Thema Projektmanagement. Das SV-Bildungswerk ist ein Verein, der sich zum Ziel gemacht hat, Schule demokratischer zu gestalten. Dazu geben wir bundesweit Workshops für ganze Klassen oder Schülervertretungen.

Jette Nietzard und Kevin Saukel:

Ich brauche Feminismus, weil es anscheinend immernoch nicht allen klar ist, dass jede*r Mensch gleich viel Wert ist.

Ich brauche Feminismus, weil die Gesellschaft manchmal den Sinn von Gerechtigkeit nicht verstehen will.

Macker*innen wegmoderieren: Friederike Frank, Kollektiv stuhlkreis_revolte

Stressfreiere Arbeitstreffen und Plena: Dafür sorgen nicht nur eine gute Struktur, sondern auch Augen und Ohren dafür, dass alle Menschen sich gleichermaßen einbringen können. Dominantes Redeverhalten à la Non-Stop-Talking, je-lauter-desto-mehr-Recht-habe-ich und verbales Aufgepluster lässt sich methodisch reduzieren.

Ich möchte mich mit euch gegenseitig für derartiges Verhalten und seine Anzeichen sensibilisieren. Darauf aufbauend schauen wir uns konkrete Methoden an, um dominantes (Rede-)Verhalten in euren Kontexten zu minimieren.

Wichtig ist unser gegenseitiger Austausch:?Was sind eure Erfahrungen im Umgang mit dominantem Redeverhalten? Wie kann ich die Beteiligung aller stärken? Redeanteile fairer verteilen? Oder auch Räume öffnen, in denen unangenehmes Redeverhalten angesprochen werden kann, ohne dass sich meine Gruppe danach zerlegt?


Friederike ist Mitglied des Kollektives stuhlkreis_revolte. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen setzt sie sich für faire Arbeitsbedingungen und Bildungsarbeit ein, welche auf Freiwilligkeit und Selbstbestimmung setzt. Sie ist Sozialarbeiterin, vor dem zweiten Morgenkaffee nicht ansprechbar und großer Yogafan.

Ich brauche Feminismus, weil Menschenrechte erkämpft wurden und wir aktiv für die Erhaltung dieser eintreten müssen.

 

Drag für Einsteiger*innen: Daniel Gögelein und Juliane Mil

Let’s spill the T. Dieser Workshop richtet sich an alle*, die an Drag interessiert sind. Wir nähern uns der Frage, inwiefern Männer als Frau oder Frauen als Mann verkleidet mit Feminismus in Zusammenhang gebracht werden können. YAASSSS Queen. Hierbei steht im Fokus die Geschichte der Drag Queens (Herstory ?), dennoch sind alle* willkommen. Wir erarbeiten uns ein Queeres Lexikon, eine Chronik über Drag im Allgemeinen und erweitern unsere Persönlichkeit. Danach wagen wir uns mit Puder und Pinsel an den Eigenversuch, ’cause we’re all born naked and the rest is drag. Abgeschlossen wird unser Workshop am Abend mit einem Lip-Sync-Battle (for your Legacy) auf der Open Stage. Falls ihr leider nicht an unserem Workshop teilnehmt, können wir euch trotzdem gerne einen Lip-Sync-Gig besorgen, ohhhh Honey.

Daniel Gögelein und Juliane Mil:

Daniel (26) ist ein wahrer Tausensassa. Er studiert Soziologie und Politikwissenschaften in München. Damit bürdet er sich gerne die Leiden der Gessellschaft auf und löst diese mit Liebe. Ansonsten begeistert er sich durch ehrenamtliches Engagement in all seinen Facetten, macht alles was ihm Spaß macht (also eher weniger Sport), reißt seit elf Jahren dem bayrischen Kultusministerium den Arsch auf, haut mit seinem einzigartigen Humor Leuten ein Lachen ins Gesicht und ist eine Vollblut-Party Queen. Falls wir uns auf der Pfingstakademie unterhalten wollen, hier ein paar Themen: Feminismus,Vegetarismus und Veganismus, LGBTQ*, Musik, Sex, Bullshit und schlechte Witze.

Ich brauche Feminismus, weil solange unsere Lebenswelt durch das Patriachat bestimmt wird, niemals eine bedingungslose Gleichberechtigung herrschen kann.
 
Juliane (20) studiert Kunstgeschichte in München und muss sich deswegen viele mitteralterliche Jesusgesichter und Tulpen in nichtssagenden Stillleben anschauen. Sie ist neben einer Catlady auch eine leidenschaftliche Schminkexperimentiererin, die selbst gekrönte Procrastination-Queen, ein kreatives Organisationsgenie und ist jemand, der gerne Hoffnung sät. Ihr bisheriger Fels in der Brandung war das Engagement in der bayrischen Schüler*innenvertretung. Falls wir uns auf der Pfingstakademie unterhalten wollen, hier ein paar Themen: die Konservierung von Organen oder Kunst, Katzenbabys, der perfekte Mascara und Ikeaprodukte.

Ich brauche Feminismus, weil meine Zukunft nicht fremdbestimmt sein soll.

 

Empowerment/Selbstverteidigung für F*T*I*: Petra Westerhove
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit unseren eigenen Kräften und spüren diesen nach. Dies sind unsere verbalen, als auch körperliche Kräfte, die es uns ermöglichen, uns Gehör zu verschaffen, uns ein zu bringen und andere zu bestärken oder uns durch zu setzen. Wir nutzen unsere Kräfte ebenfalls um Angriffen oder Gefahren, die unsere persönliche Integrität bedrohen von uns fern zu halten und ab zu wehren bzw. in diesem Workshop um ein Holzbrett mit der Faust zu zerschlagen.


Petra Westerhove, 57 Jahre alt, seit 28 Jahren Trainerin für Kampfkunst und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen, Theaterwissenschaftlerin und IT-Fachfrau?FBB e.V. = Frauenbewegung Berlin e.V. ist ein Sportverein für Frauen und Mädchen, im Moment Schwerpunkt Tea Kwon Do Kurs für Frauen und SV-Mädchentraining ab 7 Jahre

Ich brauche Feminismus, weil ich Luft zum Atmen brauche.

 

Spoken Word/Poetry Slam: Leyla Ayas

Realität schafft Wörter oder schaffen Wörter Realität? Und was ist mit diesen blöden Machtverhältnissen, die Sprache unterwandern und auszeichnen?

Sprache benutzen wir alle irgendwie, das ist klar – aber wohl nicht immer und überall ganz bewusst, auch das ist klar. Also lasst uns sie nutzen, um uns bewusst mitzuteilen, anzuregen, aufzuwühlen, anzuklagen und mitzuteilen. Um die Wörtern des Lebens in andere Kontexte zu versetzen und unsere eigenen Realitäten und Bilder darstellen, die Stimme erheben und uns Macht nehmen, die uns Sprache geben kann. Lasst uns gemeinsam dem Verstummen entgegenwirken.

Wir werden uns auszugsweise (bekannte) Slammer_innen anschauen, ihre Methoden beobachten und dann in kleinen Arbeitsschritten uns unseren eigenen kleinen Texten nähern. Uns zuhören, und wenn ihr mögt, uns austauschen über Dinge, die uns bewegen. Feminismus geht uns alle an, aber ihr bestimmt eure Kämpfe und eure Themen.

Ich bin Leyla und das erste Mal überhaupt bei der pfingstAKADEMIE dabei. Wenn ich nicht fleißigst studiere, dann vertreibe ich das Leben mit küchenphilosophischen Debatten und Wohnzimmerpolitiktalks. Da das aber natürlich nicht ausreicht um die Welt zu verändern, mussten irgendwann andere Maßnahmen her. Politische Bildung also, bietet einen wunderbaren Austauschort für die Dinge, die kratzen, windeln und jucken. Ich freue mich sehr drauf.

Ich brauche Feminismus, weil er uns alle angeht und Ungerechtigkeit zum Kotzen ist.

 

Graphic Recording: Jana Kreisl

In meinem Workshop werden wir uns mit unseren persöhnlichen Geschichten zu dem Thema befassen und passende Bilder dazu finden. Hierbei lernt ihr Grundzüge von Graphic Recording und Visualisierung. Zeichenkenntnisse sind nicht notwendig!!!


Das ist meine zweite Pfingstakademie und ich freue mich ein Projekt zu diesem wichtigen Thema machen zu können! Ich bin Comiczeichnerin, Illustratorin und Graphic Recorderin. Aber eigentlich mache alles was irgendwie mit Zeichnen und Visualisierung zu tun hat. Ich bin gespannt auf eure Ideen!

Ich brauche Feminismus, weil ich finde, dass es noch so einiges zu tun gibt.

 

Journalistisches Schreiben und Dokumentation im Blog: Leonie Geiger und Andi Weiland

Die Blog-AG ist ein durchgängiger Workshop (Freitag bis Dienstag) für journalistisch interessierte Menschen. Ziel ist es, während der pfingstAKADEMIE Artikel, Umfragen und mehr zu den einzelnen Programmpunkten, den Inhalten und Beteiligten zu produzieren, dabei die Stimmen und Stimmungen einzufangen und damit ein Dokublog zu füllen. Dabei ist es nicht auf das Schreiben beschränkt, sondern es können auch Videos- und Multimedia-Storys entstehen. Unter Anleitung von Medienprofis erhältst du Tipps fürs journalistische Schreiben, Bloggen und Multimedia-Arbeiten. Die Ergebnisse aus dem  Jahr 2017 findest du hier: Pfingstakademie 2017
Leonie Geiger:

Es ist tatsächlich schon die sechste pfingstAKADEMIE, bei der ich dabei sein darf! 2010 war ich das erste mal als Teilnehmerin am Start und nun darf ich im dritten Jahr die Dokumentation im Blog begleiten… Und jedes Mal bin ich mit neuen spannenden Gedanken in meinem Kopf zurück gefahren. Das liebe ich! Und deswegen bin ich auch super gespannt auf die Diskussionen dieses Jahr!

Ansonsten fasziniert mich vor allem alles, was mit ‚Religion‘ zu tun hat. Deswegen studiere ich momentan in Groningen, Niederlanden, im Research-Master Religionswissenschaft mit Schwerpunkt auf Religion, Globalization and Conflicts. Und wenn ich nebenbei Zeit finde, arbeite ich als freie Journalistin.

Ich brauche Feminismus, weil ich nicht stark genannt werden will, nur weil ich Dinge verändern möchte.

Andi Weiland:

Andi Weiland hat irgendwann mal was mit Kommunikation und Politik studiert, aber die Zeit lieber dafür genutzt, um an Medienprojekten zu arbeiten. Heute arbeitet der Pfingsakademie-Rentner als Pressesprecherin bei dem Berliner Verein Sozialhelden und verwirklicht in Fotos und Videos einige Geschichten.

Ich brauche Feminisms, weil es um die gleichen Rechte und Privilegien für alle geht!

Themengruppen 2018

Keynote/Einstiegsvortrag: Basiswissen Feminismus (mit Marek Sancho Höhne)

Was bedeutet Feminismus eigentlich? Gibt es einen oder viele Feminismen? Was sind wichtige Themen in feministischen Bewegungen? Und was hat Intersektionalität mit Feminismus zu tun?  Und was hat Feminismus  mit Geschlecht zu tun? Was bedeutet Feminismus gesellschaftlich und ganz alltägliche für jede_n Einzelne_n im Alltag? In dem Einstiegsvortrag versuchen wir alle gemeinsam auf einen ähnlichen Wissensstand zu Feminismus zu kommen um anschließend mit vielen Fragen und Ideen in die Workshops gehen zu können.


Marek Sancho Höhne studierte Kulturwissenschaften (Sozialwissenschaften und Kulturgeschichte) und soziokulturelle Studien hauptsächlich in der Kultur- und Sozialanthropologie. Marek Sancho gibt freiberuflich Trainings, Workshops, Weiterbildungen, Lehraufträge, Vorträge, berät, sensibilisiert, publiziert, ist aktivistisch tätig und macht Radio zu den Schwerpunkten trans_gender, Körper, Normalisierung, Antidiskriminierung, Gesundheit, Gewalterfahrung, Biographie – Lebenserzählungen, Migration und (neo)kolonialen Strukturen.

Aktuell promoviert Marek Sancho Höhne unter dem Arbeitstitel „trans_normal? Erzählungen über Be_grenz_ung_en von trans*gender in Deutschland“.

Ich brauche Feminismus, weil wir inklusiven Feminismus brauchen.

 

Themengruppen #wsfPA18:

A) Feminismus und Sexismus in Popkulturen (mit Tarik Tesfu, Feminist/Content Creator/Gutmensch)

Feminismus meets Internet meets Mainstream meets Yeah! Für mich als Netz-Aktivisten passen Feminismus, Popkultur und Mainstream ganz wunderbar zusammen. Denn wie nice würde unsere Gesellschaft aufgestellt sein, wenn feministische Themen den Mainstream erobern. Kurz gesagt: Es wird allerhöchste Zeit für Femstream: Hurra! Aber wie erreichen wir diese feministische Noch-Utopie? Wie hilfreich (oder auch nicht) sind Feminismus-Shirts bei H&M dabei? Kann, soll, darf oder muss Feminismus überhaupt je Mainstream sein? Was hat Beyoncé mit der Nummer zu tun? Und wie könnt ihr eure feministischen Ideen im Netz verwirklichen?

Tarik Tesfu ist Netz-Aktivist, Video-Kolumnist und Gutmensch. Seit 2015 hüpft er als selbsternannter Gender-Messias durchs Internet und hat dabei eine klare Botschaft: Gender-Love, Amen! On top ist Tarik einer der Hosts von Jäger & Sammler (ZDF), dem investigativen Online-Format auf Facebook und YouTube.

Ich brauche Feminismus, weil er knallt!

Foto: Nadine Schwickart

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B) Feminismus und Islam (Mit Nesreen Hajjaj, in Kooperation mit der Jungen Islamkonferenz)

Debatten um sich oftmals widerstrebende Konzepte innerhalb feministischer und Islamischer Praxis sind gesellschaftlich stark aufgeladen und instrumentalisiert. Oft genug hören wir von schlimmen Geschichten, die jenseits von wahr und falsch sind und zudem aus Perspektiven geschrieben werden, die es erst zu erfassen gilt. In meinem Workshop möchte ich gerne die zwei großen Worthülsen Feminismus und Islam mit Leben füllen. Gerne möchte ich ein Abbild aus der Historie machen, in die Gegenwart eintauchen, in die Welt von jungen muslimischen Feministinnen blicken und stets die Möglichkeit für Fragen möglich machen.

Mein Name ist Nesreen und ich bin 25 Jahre jung. Ich habe mich schon ganz früh dafür entschieden, dass ich die Welt verbessern will. Anfangen damit möchte ich mit mir selber und dann gebe ich mir Mühe den Menschen um mich herum so oft es geht ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, sie glücklich zu machen und Menschen mit meinem Wesen zu überraschen. Ich arbeite derzeit für das Berliner jugendFORUM 2018 in den Bereichen Programm und Community. Ich bin zudem verheiratet und bin waschechte Berlinerin aus Berlin Spandau.

Ich brauche Feminismus, weil ich ein Mensch bin und nicht NUR eine Frau.

Hinweis: Wir wissen, dass auch über die Verknüpfungen und Verbindungen zwischen Feminismus und anderen Religionen geredet werden soll und muss. Gern möchten wir euch dazu einladen, das große Thema “Feminismus und Religion” beim Barcamptag zu vertiefen.

C) Antifeminismus in der Neuen Rechten (Mit Teresa Sündermann)?

Rechtspopulist*innen, rechte und rechtsextreme Politiker*innen provozieren immer stärker mit ihren Polarisierungen und erweitern damit ihren Einflussbereich. Genderpolitik, Gender Mainstreaming und Gleichstellungspolitik werden zu ideologischen Feindbildern stilisiert, Frauen* werden bis hin zur Entmenschlichung objektiviert. Woher kommt diese Argumentationsweise? Worauf zielt sie ab? Welches Menschenbild versuchen Akteur*innen der Neuen Rechte damit zu verbreiten? Woran erkenne ich Antifeminismus – und was kann ich dagegen tun?


Teresa Sündermann ist eine freie Bildungsreferentin aus Berlin. Sie arbeitet zu unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Themen, wie Vorurteile und Diskriminierung, Rassismus, Hate Speech oder Rechtsextremismus – und das am liebsten in interaktiven Workshops mit Jugendlichen. Nebenbei studiert sie noch in Frankfurt (Oder) den Master “Soziokulturelle Studien”.

Ich brauche Feminsmus, weil wir gleiche Rechte, gleiche Repräsentation, gleiche Möglichkeiten und gleiche Bezahlung wollen – und keine Rosen zum Frauen*tag.

D) Kritische Männlichkeiten* (Mit Thomas Viola Rieske – Dissens e.V.)?

In diesem Workshop wollen wir der Frage auf den Grund gehen, was Männer* mit Feminismus zu schaffen haben. Dürfen, sollen oder müssen auch Männer* Feministen sein? Wie können feministische Allianzen geschmiedet werden? Was braucht es von ihnen um Geschlechterrollen aufzubrechen? Wo geschieht dies bereits und wo nicht? Und wo spielt Männlichkeit* im Alltag eine (unbewusste) Rolle?


Thomas Viola Rieske ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Europa-Universität Flensburg im Forschungsprojekt “Jungen und Bildung. Männlichkeiten in pädagogischen Institutionen”. Er arbeitet seit mehreren Jahren zu den Themen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, Jungen und Bildung, Reflexion von Männlichkeiten in Bezug auf Bildung, Gewalt und Arbeit.

Ich brauche Feminismus, weil er mein Engagement für ein gewaltfreies Leben  inspiriert.
 
Fishbowldiskussion: Angriff auf die sexismusfreie Gesellschaft??Zum Verhältnis von Feminismus und Antirassismus

Ob die Silvesternacht 2015 in Köln, sexuelle Übergriffe durch Geflüchtete im Jugendkulturzentrum Conne Island in Leipzig oder Diskussionen um die Türpolitik des queeren Clubs SchwuZ in Berlin: Viele Debatten um diese und andere Ereignisse haben sichtbar gemacht, dass Sexismus und Rassismus stark miteinander verschränkt sind. Als Antwort darauf versammeln sich auf der einen Seite Feminist*innen, um #ausnahmslos gegen alle Formen sexualisierter Gewalt, Sexismus und Rassismus vorzugehen. Auf der anderen Seite bringen sich rechte PolitikerInnen in Stellung, die von “Sexismus als Importware” sprechen und ganze Bevölkerungsgruppen so pauschal abwerten.
Sind die Antworten so einfach? Das Verhältnis zwischen Sexismus und Rassismus ist komplex, schwierig und in manchen Situationen nicht einfach zu verstehen. Dabei ist Sexismus selbstverständlich kein neues Phänomen. Wie kann die Schockstarre über dieEreignisseüberwunden werden? Brauchen wir einen antirassistischen Feminismus? Oder einen feministischen Antirassismus? Wie kann verhindert werden, dass die eine Diskriminierung gegen die andere benutzt wird? Und: Wie kann ich sexistischem Verhalten entgegnen, ohne in rassistische Stolperfallen zu geraten?

Moderation:


Elisabeth Zschache, freiberufliche Moderatorin und Referentin für Bildungsarbeit, Philosophin, Leidenschaft für Partizipation & Aushandlungsprozesse

Ich brauche Feminismus, weil ich ein gutes Leben für alle will.


Jörg Humrich, stuhlkreis_revolte

Gäste:


Gizem Adiyaman, DJ, Aktivistin und Mitbegründerin des Partykollektivs Hoe_mies

Ich brauche Feminismus, weil er Wegbereiter zur Gleichstellung aller Geschlechter ist.


Sibel Schick, freie Journalistin (u.a. taz.die tageszeitung) und Teil der “Neuen Deutschen Medienmacher”

Ich brauche Feminismus, weil, sowie die Demokratie, braucht auch die Geschlechtergleichheit permanente Pflege.

June Tomiak, MdA, Bündis’90/Die Grünen, Sprecherin für Jugend und Strategien gegen Rechtsextremismus

Ich brauche Feminismus, weil wir Sexismus intersektional bekämpfen müssen. Feminismus kann nur inklusiv sein, wenn er Mehrfachdiskrimierungen mitdenkt und bekämpft.

Till Randolf Amelung, Referent für LGBTI, Diversity, Behinderung und Gleichstellung, Autor (u.a. in “Beißreflexe – Kritik am queeren Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten”)

Ich brauche Feminismus, weil ich eine gerechtere Gesellschaft will.

Foto: Doris Belmont
 
Abendprogramm

? Improtheater mit Doreen Wermelskirchen


Ich bin Schauspielerin, Sängerin, Theaterpädagogin und Coach und brenne fürs Theaterspielen – und liebe es, diese Leidenschaft weiterzugeben. Ein großer Fokus meiner Arbeit liegt auf dem Improtheater (ich bin seit vielen Jahren Ensemblemitglied bei den Improvisionären), weil man mit Leichtigkeit und Spaß komplexe Themen behandeln kann. Wie zum Beispiel Feminismus. ;-)

Ich brauche Feminismus, weil ich entscheiden will, worauf ich Bock hab.
doreenwermelskirchen.de // improvisionaere.com

Barcamp 2018

 

Moderation: Richard Scherzer & Leonie Geiger.

Ich bin Richard Scherzer, 20 Jahre alt und studiere im Moment Physik an der Technischen Universität Berlin. Da ich im letzten Jahr einen Freiwilligendienst über das Programm „Freiwilliges Jahr Beteiligung“ in der Stiftung wannseeFORUM absolviert habe konnte ich die pfingstAKADEMIE bereits einmal kennenlernen. In diesem Jahr bin ich nun als Kooperationspartner für das „FJB“ wieder in die Organisation der pfingstAKADEMIE involviert und freue mich schon sehr auf viele spannende Debatten zu diesem weitläufigen Thema.

Ich brauche Feminismus, weil er in meiner Wahrnehmung nicht nur für die Gleichstellung von geschlechtlichen Gruppen kämpft, sondern auch fundamental die Frage verhandelt: „Wie wollen wir miteinander zusammenleben?“

Rückenwind für Eure Ideen! Die Youth Bank Deutschland fördert eure Projekte

Ihr habt Bock was zu verändern und wollt ein cooles Projekt starten? Dann lasst Euren Ideen freien Lauf! Veränderung fängt im Kleinen an und Engagement macht dann am meisten Spaß, wenn Ihr dahinter steht. Für den – manchmal etwas steinigen – Weg von der Idee zum Projekt bietet Euch Youth Bank Unterstützung an. Wir beraten Euch bei der Planung Eures Projektes und können es mit bis zu 400,- € fördern. Egal ob Konzert, Kunst-Workshop, Umwelt-Aktion oder Jugendclubgestaltung – im Fokus stehen bei Youth Bank immer Eure Ideen. Mehr Infos unter www.youthbank.de.

Das Team vom Youth Bank Deutschland e.V. unterstützt die Pfingstakademie und ist beim BarCamp-Tag am 20.05.18 im wannseeFORUM. Dort könnt Ihr Euch Tipps in Sachen Projektmanagement, Finanzplanung etc. für Eure Idee holen und auch direkt eine Förderung für Euer Projekt beantragen! Es lohnt sich also, im Gepäck Platz für gute Projektideen zu lassen :)

Foto: Sessionplan 2017

 

Jugendbeteiligung in Berlin

Während wir dabei sind, die Pfingstakademie 2013 zu planen, findet morgen eine weitere wichtige Veranstaltung des wannseeFORUMs zur Jugendbeteiligung statt:

“Wake up Berlin” – heißt es morgen beim 12. Berliner jugendFORUM. Schaut rein, wenn ihr aus oder in Berlin seid, und diskutiert mit am 24. November 2012 im Berliner Abgeordnetenhaus. Mehr Infos z.B. das Programmheft auf berlinerjugendforum.de

Diskussion zur PA 2011 “Pimp my Ehrenamt…”

Im Europäischen “Jahr der Freiwilligentätigkeit” steht die Pfingstakademie Jugendbeteiligung vom 10.06. bis 14.06.11 unter dem Motto: “Partizipation zwischen Lust und Frust”

Diskutiert dazu eure Erfahrungen und Wünsche zu Frust und Lust am Ehrenamt,macht mit bei der Diskussion auf Facebook:
Pimp my Ehrenamt: Was hindert dich, dich ehrenamtlich zu engagieren; was motiviert dich dazu?


Im Rahmen des Diskussionsabends mit ExpertInnen aus Politik und Praxis wollen wir uns dann auf der Pfingstakademie mit aktuellen Fragestellungen, Möglichkeiten und Problemen von ehrenamtlichem Engagement auseinandersetzen. Erste Fragen haben wir hier gesammelt.