Moderation und Konfliktlösung im Team

Ratschläge von Dr. Sommer

Wir leben in einer Welt der Missverständisse. Um dem entgegenzuwirken, nahm ich am Workshop “Moderation und Konfilktlösung im Team” auf der Pfingstakademie teil. Ich fands saugeil!

Von Elena Gallo

Stell Dir vor, Du hast vier Ohren und weißt nichts davon: Jede Botschaft, die wir senden, kann nämlich – nach dem Kommunikationsforscher Schulz von Thun – auf vier verschiedene Ebenen gesendet und auch verstanden werden. Darum kann es auf vier Ebenen auch zu Missverständnissen kommen. Das klassische Beispiel von Schulz von Thun ist das eines autofahrenden Pärchens. Der Mann sagt zur Frau, die am Steuer sitzt: “Du, die Ampel ist grün”. Sie wird böse, holt die Pistole raus, und erschießt ihren Mann. Der Mann kann als logische Konsequenz plötzlich nichts mehr sagen. Man könnte auch meinen, hier gab es ein Kommunikationsproblem. Was ist passiert? Die Frau hat das Genörgel ihres Mannes satt und fasst eine auf der Sachebene formulierte Botschaft – nämlich: Du da, da ist grün – als bevormundend auf und fühlt sich in die Enge getrieben: Kurzum: Er sendet sachlich, sie nimmt es aber persönlich und hört so auf auf der “Beziehungsebene”. Es wird laut, sie schießt, er stirbt.

Fünf Decken über dem Kopf

Solche und ähnliche Fälle haben wir im Workshop “Moderation und Konfilktlösung im Team” besprochen. Natürlich haben wir das nicht in solch eben beschrieben Ausmaßen. Wie waren sieben Leute in einem Raum. Fünf trugen Decken über ihre Köpfe, die sie davon abhielten, ihre Umgebung zu sehen. Die fünf waren mit einer Kordel, die sie in der Hand halten, verbunden. Die restlichen Zwei versuchen die fünf “Blinden” in eine bestimmte Formation zu bringen. Das klingt alles ein wenig gespenstig.

Nein, hier handelt es sich aber nicht um eine kuriose Sekte, sondern ihr befindet euch genau in dem von mir genannten Workshop “Moderation und Konfliktlösung im Team” auf der Pfingstakademie. Geleitet wurde er von Stephan Schilling und Florian Dieckmann, der eine studiert BWL, der andere hat BWL studiert. Die jungen Herren kommen mit Elan den Grundregeln der Kommunikation auf die Schliche.

Problem gelöst!

Wir waren alle ganz gespannt: Wie kann Arbeit im Team effizienter gestalten werden? Wie lassen sich Konflikte in einer Gruppe vermeiden? Es wäre ja schließlich traurig, wenn es ständig zu Schießereien kommt. So konnten wir ganz im Gegenteil eigene Probleme, die auf dem Kommunikationsmodell von Schulz von Thun beruhen, besprechen und lösen. So schildert eine Teilnehmerin beispielsweise ihre Probleme mit einer Klassenkameradin: Diese schlägt immer einen lauten und aggressiven Ton an und lässt ihre Mitschüler nicht zu Wort kommen. Sie will ihren Konflikt mit ihrer Klassenkameradin klären und mit ihr das Problem besprechen. Sie redet mit ihr, beide können sich einigen. Andere Bespiele folgen.

Was kann es Schöneres geben?

Zum Ende des Workshops hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, eigene Probleme, die sie auch in der Uni oder an der Schule haben, anzusprechen. Es wurden persönliche Kommunikationsschwierigkeiten und Missverständnisse erläutert. Die Experten Schilling und Dieckmann gaben Tipps und Ratschläge zur Entschärfung der Situation.

Ehrlich gesagt, ich fand den Workshop saugut. Ich denke, dass mir die Tipps und Tricks der Kommunikation künftig weiter helfen werden, bei Projekten in Teamarbeit Konflikte zu lösen oder sogar zu vermeiden. Auch die anderen Teilnehmer waren begeistert. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, was ich noch schreiben soll. Und was kann eigentlich Schöneres geben?