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	<description>Pfingstakademie Jugendbeteiligung 2012: Partizipation in Zeiten der ENERGIEwENDE</description>
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		<title>Pfingstakademie 2012</title>
		<link>http://www.pfingstakademie.de/2012/02/03/pfingstakademie-2012/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 14:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael S. Rauscher</dc:creator>
				<category><![CDATA[PA 2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesmal unter dem Motto: Partizipation in Zeiten der ENERGIEwENDE vom 25.05. – 29.05.12 im wannseeFORUM, Berlin Die Ausschreibung startet vorraussichtlich am 1. März 2012. Und was ist die Pfingstakademie Jugendbeteiligung? Hier Impressionen vom letzten Jahr: Videopostkarte von der Pfingstakademie Jugendbeteiligung 2011: von Julian Schulz und Lukas Hellbruegge &#160; Erfahrungen austauschen, sich weiterbilden, Anregungen für neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal<strong><strong></strong></strong> unter dem Motto:<strong><strong></strong></strong></p>
<h3><strong><strong> <span style="color: #000080;">Partizipation<br />
in Zeiten der ENERGIEwENDE</span><br />
</strong></strong></h3>
<p><strong><strong>vom 25.05. – 29.05.12</strong></strong><br />
im wannseeFORUM, Berlin</p>
<p><span style="color: #800000;">Die Ausschreibung startet vorraussichtlich am 1. März 2012.</span></p>
<p><strong>Und was ist die Pfingstakademie Jugendbeteiligung?<br />
</strong>Hier Impressionen vom letzten Jahr:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/25403840?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="400" height="225"></iframe></p>
<p><a href="http://vimeo.com/25403840">Videopostkarte von der Pfingstakademie Jugendbeteiligung 2011:<br />
von Julian Schulz und Lukas Hellbruegge</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong></strong>Erfahrungen austauschen, sich weiterbilden, Anregungen für neue Projekte holen und mit ExpertInnen aus Politik und Praxis diskutieren &#8211; das alles steht auf dem Programm der Pfingstakademie Jugendbeteiligung im wannseeFORUM, zu der wir <span id="more-2151"></span>bis zu 80 engagierte junge Menschen aus ganz Deutschland nach Berlin einladen.</p>
<p>In der Planung sind viele Kennenlern- und Austauschmöglichkeiten, Werkzeuge-AGs und die intensive Diskussion zur ENERGIEwENDE sowie Ideensammlungen für neue Projekte/Initiativen.</p>
<p>Kontakt: Michael S. Rauscher, Dozent für Politische Bildung<a href="mailto:rauscher@wannseeforum.de"><br />
rauscher(at)wannseeforum.de</a></p>
<p><strong>Mehr Infos zu den letzten Jahren findet ihr im <a href="archiv/">PA-Archiv.</a></strong></p>
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		<title>Flashmobs sind ausgelutscht</title>
		<link>http://www.pfingstakademie.de/2011/06/22/flashmobs-sind-ausgelutscht/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 06:53:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian Heck</dc:creator>
				<category><![CDATA[PA 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine erfolgreiche Kampagne zu planen ist schwierig. Eine erfolgreiche Kampagne durchzuführen ist schwieriger. Welche Schritte man beachten muss und warum Flashmobs nicht mehr das sind, was sie mal waren. Tipps und Tricks rund um Campaigning. Von Julian Heck Ganze 3000 Werbekampagnen begegnen jedem von uns – täglich. Es ist also gar nicht möglich, sich all [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine erfolgreiche Kampagne zu planen ist schwierig. Eine erfolgreiche Kampagne durchzuführen ist schwieriger. Welche Schritte man beachten muss und warum Flashmobs nicht mehr das sind, was sie mal waren. Tipps und Tricks rund um Campaigning.</strong> <em>Von Julian Heck</em></p>
<div><img class="alignleft size-full wp-image-2055" style="margin: 5px;" title="Foto: Kendra König / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/mops.jpg" alt="" width="431" height="323" /></div>
<p><span id="more-2052"></span></p>
<div>Ganze 3000 Werbekampagnen begegnen jedem von uns – täglich. Es ist also gar nicht möglich, sich all das zu merken und zu verarbeiten, was uns Botschaften vermitteln wollen. Wenn wir es uns ehrlich eingestehen, wissen wir bei der zweiten Werbeunterbrechung schon nicht mehr, was uns im ersten Werbespot angepriesen wurde. Umso wichtiger ist es also, Kampagnen so zu planen und durchzuführen, dass die Zielgruppe der Botschaft physisch und psychisch nicht mehr ausweichen kann, immer wieder damit konfrontiert wird. Nachvollziehbar ist es daher, dass ausschließlich Plakate an Litfaßsäulen weder sehr öffentlichkeitswirksam sind noch als Kampagne bezeichnet werden können.</div>
<p></p>
<div></div>
<div></div>
<div>Laura Valetukeviciute kann mehr als eine Litfaßsäule. Auf der Pfingstakademie leitet sie zusammen mit Charlotte Ostermann und Benjamin Schneider die Werkzeug-AG „Campaigning – Von den Grundlagen zur konkreten Ehrenamts-Kampagne“. Die Doktorandin in Sozialwissenschaften und erfahrene Campaignerin plant unter anderem die Kampagne zur Offenlegung der Berliner Wasserverträge, organisiert von der Initiative „Gemeingut in Bürgerhand“ (GiB). Und hier am Wannsee sollen die Teilnehmer Kampagnen planen.</div>
<p></p>
<div></div>
<div>Wenn man sich darauf geeinigt hat, eine Kampagne zu starten, dann stehen viele erst einmal vor einem scheinbar unlösbaren Rätsel. Hier gilt: Ruhe bewahren. Mit Laura Valetukeviciutes gebotenem Überblick über die Organisation und Durchführung einer Kampagne findet man erste Ansatzpunkte. Anhand einer ausführlichen Power-Point-Präsentation stellt die Referentin die sieben Phasen einer Kampagnenplanung vor: Ausgangslage, Analyse, Zieldefinition, Strategieentwicklung, Maßnahmenplanung, Maßnahmenrealisierung, und wichtig, die Evaluation.</div>
<p></p>
<div></div>
<div>Die Aufmerksamkeit bei Valetukeviciute Wasserverträgekampagne wurde zuvor dadurch erregt, dass zunächst in ganz Berlin Zettel mit der Aufschrift „Wollt ihr wissen“ aufgehängt wurden, ohne weitere Informationen. Erst später entpuppte sich das als Kampagne für die Bürger . Mehrere kurze Filme, in denen der Slogan „Wollt ihr wissen“ aufgegriffen worden ist, wurden gedreht. Hier eines der Videos:</div>
<p></p>
<div></div>
<div></div>
<div><p><a href="http://www.pfingstakademie.de/2011/06/22/flashmobs-sind-ausgelutscht/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></div>
<p></p>
<div></div>
<div></div>
<div id="_mcePaste">Eine Reihe von logisch aufeinander folgenden Aktionen sind Bestandteil einer guten Kampagne. Welche Aktionen ausgewählt werden, sollte dann gut überlegt sein. Flashmobs seien ausgelutscht und schon zu oft gemacht worden, meint Charlotte Ostermann von der Servicestelle Jugendbeteiligung. „Ein Straßentheater hingegen finde ich kreativ und etwas Neues“, sagt sie  motiviert. Diese Methode möchte die Servicestelle als Auftakt für ihr Jahresprogramm 2012 verwenden, um Aufmerksamkeit für ihre Vorhaben zu bekommen.</div>
<p></p>
<div></div>
<div></div>
<div id="_mcePaste">Und was sind jetzt die ultimativen Tipps? Charlotte Ostermann rät:</div>
<p style="padding-left: 30px;">1. Niemals als Einzelkämpfer agieren, weil gemeinsam erreicht man mehr!</p>
<p style="padding-left: 30px;">2. Nur auf ein Ziel, ein Thema beschränken, also fokussieren!</p>
<p style="padding-left: 30px;">3. Messbare Ziele festlegen. Schlecht wäre es doch, wenn man in nur vier Monaten die Anerkennung für jugendliches Engagement steigern wollte. Unrealistisch&#8230;</p>
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		<title>Rüdiger und das Schwimmbadkino</title>
		<link>http://www.pfingstakademie.de/2011/06/14/rudiger-und-das-schwimmbadkino/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 13:41:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Esther Chase</dc:creator>
				<category><![CDATA[PA 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Man hat eine tolle Idee, ein tolles Team, man kann aber die Idee nicht umsetzen, weil die Koordination fehlt. Dumm gelaufen. Manuela Demel und David Weigend kennen diese Probleme und vermitteln auf der Pfingstakademie verschiedene Lösungen, unter anderem die „5 stages of development“. Esther Chase hat sich die fünf Schritte näher angeschaut angeschaut. Man hört [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man hat eine tolle Idee, ein tolles Team, man kann aber die Idee nicht umsetzen, weil die Koordination fehlt. Dumm gelaufen. Manuela Demel und David Weigend kennen diese Probleme und vermitteln auf der Pfingstakademie verschiedene Lösungen, unter anderem die „5 stages of development“.</strong> <em>Esther Chase hat sich die fünf Schritte näher angeschaut angeschaut.</em></p>
<p><a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/projektmanagement.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2014" style="margin: 5px;" title="Foto: Julian Schulz" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/projektmanagement.jpg" alt="" width="403" height="268" /></a><br />
<span id="more-2013"></span><br />
Man hört Gitarrenmusik. Locker flockig sitzt ein junger Mann auf einem Stuhl und schaut auf die Menge. „Das ist Rüdiger“ sagt er und hält ein Strichmännchen hoch. Alle lachen. „Rüdiger schaut gerne Fern.“ Ein Bild eines Fernsehers. „Rüdiger schwimmt aber auch gerne“. Ein Bild eines Schwimmbads. „Wie wäre es also, wenn Rüdiger im Schwimmbad Fern schauen könnte?“. So entsteht das Konzept eines Schwimmbadkinos, eine Idee, für die die Teilnehmer des Projektmanagement-Workshops ganze 60 Minuten Zeit zur Entwicklung haben.</p>
<p>Es ist 15 Uhr. 12 Jugendliche befinden sich im Raum. Sie sind Teilnehmer des Workshops Projektmanagements und wollen wissen: Wie geht man an ein Projekt ran? Wie schafft man es harmonisch mit Leuten zusammenzuarbeiten? Wie kann ein Projekt gut ausgeführt werden, ohne dass Chaos entsteht? Das sind Fragen, zu denen die Teilnehmer in acht Stunden Antworten finden wollen. Um ein Gefühl für Projektmanagement zu entwickeln, müssen die Teilnehmer zunächst eine Idee entwickeln und sie dann in ein imaginäres Projekt umwandeln. Aus dieser Aufgabe entstehen wiederum fiktive Zeitschriften, Modelabels und neue Lernmethoden an der Uni. Aber: die Teilnehmer müssen selbstständig überlegen, wie sie das Projekt finanzieren könnten, mit wem sie zusammen arbeiten würden und wen sie damit ansprechen wollen.</p>
<p>Schon alleine bei dem Erstellen eines imaginären Projektes stellt sich schnell heraus: ein Projekt kann nicht ohne ein gut zusammengestelltes Team funktionieren. „Ich habe einen Kollegen, der völlig unfähig ist im Team zu arbeiten. Wie gehe ich damit um?“, fragt einer der Teilnehmer. Manuela Demel und David Weigend kennen das Problem. Damit ein Team gut harmonisieren und effektiv arbeiten kann, gilt es Methoden anzuwenden, die die Teambildung vereinfachen. So wie die 5 Stages of group development, die die Referenten vorstellen.</p>
<p><strong>5 Stages of group development</strong></p>
<p>Wie der Name schon sagt, besteht das Modell aus fünf Schritten. 1. Forming, 2. Storming, 3. Norming, 4. Performing, 5. Adjourning.<br />
In der ersten Phase geht es darum, sich besser kennen zu lernen und Spaß zu haben. Immerhin wird man viel Zeit miteinander verbringen. So sollte man nicht verbissen aufeinander zugehen und gleich mit der Arbeit loslegen, sondern sich lieber einen Tag Zeit lassen sich näher zu kommen, ohne über das Projekt zu reden. Allerdings sollte man in der ersten Phase auch Grundregeln aufstellen, an die sich jeder halten muss. In Phase zwei geht es darum herauszufinden, wer welche Stärken hat und Teamrolle übernehmen kann, damit die Arbeit auf eine schlaue und effektive Weise verteilt ist. Damit gute Zusammenarbeit gelingen kann, müssen die Teammitglieder in Phase drei eng miteinander arbeiten, wobei natürlich jeder Kompromisse eingehen muss. In der vierten Phase sollte das Team harmonisch und effektiv zusammenarbeiten können ohne notwendige Hilfestellungen von außen zu benötigen. In der letzten Phase wird die Aufgabe erledigt und das Team aufgelöst.</p>
<p>„Was diesen Workshop von den anderen Projektmanagement-Workshops unterscheidet, ist dass die Referenten wirklich in die Tiefe gehen.“, findet zumindest Katrin, eine Teilnehmerin des Workshops. Generell hat man das Gefühl, dass David Weigend und Manuela Demel es schaffen, jeden einzubeziehen, denn die Beispiele, Probleme und Anliegen, von denen die Teilnehmer erzählen, werden ununterbrochen thematisiert. Ein weiterer Grund für die spannende Vermittlung des Themas ist die Darstellung des Stoffes. „Sei visuell!“, lautet das Motto des Workshops, das haben sich die zwei Referenten auch wirklich zu Herzen genommen. Und wer weiß, vielleicht haben die Teilnehmer ja so viel gelernt, dass Rüdiger bald ein Schwimmbadkino besuchen kann.</p>
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		<title>Horrorszenario: Wortdurchfall</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 13:17:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi Weiland</dc:creator>
				<category><![CDATA[PA 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Moderation]]></category>
		<category><![CDATA[Workshop]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich will nicht geleitet werden, sondern selber leiten: Aber wie? Und was, wenn es den Redeschwall von anderen zu unterbrechen gilt? Einfach Ruhe bewahren und sich dann aber auch trauen, den Mund aufzumachen. Darum ging es im Workshop „Veranstaltungs- und Diskussionsmoderation“ auf der Pfingstakademie. Von Leonie Geiger (hat gerade ihr Abitur absolviert und steht mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich will nicht geleitet werden, sondern selber leiten: Aber wie? Und was, wenn es den Redeschwall von anderen zu unterbrechen gilt? Einfach Ruhe bewahren und sich dann aber auch trauen, den Mund aufzumachen. Darum ging es im Workshop „Veranstaltungs- und Diskussionsmoderation“ auf der Pfingstakademie. </strong> <em>Von Leonie Geiger (hat gerade ihr Abitur absolviert und steht mit großen Augen und großen Träumen in der großen weiten Welt. Geige spielt sie übrigens nicht, sondern Klavier)</em><br />
<img class="alignleft size-full wp-image-2001" style="margin: 5px;" title="Foto: Julian Schulz" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6172.jpg" alt="" width="408" height="272" /><br />
<span id="more-1973"></span><br />
Ein großer Saal gefüllt mit erwartungsvollen Zuschauern. Alle sitzen in Reihen, starren gespannt auf die Bühne und lauschen. Auf der Bühne befinden sich fünf Menschen: Vier von ihnen sind Podiumsgäste und sollen über ein Thema debattieren. Einer von ihnen redet. Dann erklärt er, dann kritisiert er, dann lobt er; er tut so ziemlich alles, was man mit Sprache anstellen kann. Außer zu schweigen. Und dann bist da du: Die Nummer fünf auf der Bühne. Du bist der Moderator und du bist gefragt, den Wortdurchfall des Gastes zu unterbinden. Aber bitte wie? Horrorszenario? Verständlich.</p>
<p>Die Lösung: Die Werkzeugs-AG „Veranstaltungs- und Diskussionsmoderation“ mit Karin Schädler auf der Pfingstakademie 2011. Im Kaminsaal der Wannseevilla soll erprobt werden, wie dieses Horrorszenario zu verhindern ist. Dabei gilt es, jegliche Art von Moderation selbstbewusst und authentisch zu meistern und dabei auch gut strukturiert vorzugehen. Dazu hat Karin Schädler, die als freie Journalistin in Berlin arbeitet, alle Präsentationsmethoden ausgeschöpft: Flipchart, Laptop und Beamer, Pinnwand schmückten den sonst so kargen Saal. Die bereits am Nachmittag voll geschrieben Flipchart und mit bunten Zettel behängte Pinnwand lassen ansatzweise die Produktivität des Workshops erahnen.</p>
<p><strong>Baustelle Podiumsdiskussion und Wortdurchfall</strong></p>
<p>Am Vormittag wird anhand verschiedener Filme die Kriterien guter Moderationen erarbeitet. Dabei zeigt sich, dass vermeintliche Kleinigkeiten wie Körperhaltung, Blickrichtung und Sprachtempo bei qualitativen Moderationen eine große Rolle spielen. „Mir ist besonders wichtig, dass wir praktisch üben und auch auf individuelle Wünsche eingehen. Heute zum Beispiel betrachten wir besonders Podiumsdiskussionen und Probleme, die sich dabei ergeben können“, schildert Karin Schädler ihr Konzept. Im Austausch mit der Gruppe zeigt sich schnell, dass viele nicht mit Vielrednern sowohl auf der Bühne als auch im Publikum umgehen könnten: „Ich will eben nicht geleitet werden, sondern selber leiten“, stellt die 17-jährige Sandra Isenburg aus Kaufbeuren dieses Problem dar.</p>
<p>Josefine Geiger aus Fulda dazu: „Das fand ich schon wirklich klasse: Wir stellten alle fest, dass wir in solchen Situationen vollkommen überfordert wären und was macht Karin? Sie macht spontan eine Übung, in der wir das Unterbrechen üben mussten. Einfach super!“</p>
<p><strong>Gemütlichkeit vs. Produktivität</strong></p>
<p>Es ist Nachmittag. Ein leichter Wind weht durch die geöffneten Balkontüren, einige Jugendliche sonnen sich auf der Wiese, das Wasser des Pohlsees plätschert von vorbeifahrenden Booten angetrieben gegen die Mauern vom Wannseeforum. Alles wirkt entspannt und gemütlich – es ist Zeit für die Kaffeepause. Doch nicht überall: Im Kaminsaal steht Karin Schädle. Lange blonde Haare, schwarze Hose, beiges Oberteil mit gezücktem Edding in der Hand. Hier ist nichts zu spüren von Kaffee, Pause oder Gemütlichkeit. Hier gilt es  Schwerpunkte für den nächsten praktischen Teil zu finden: Eine Einleitung für eine Podiumsdiskussion soll verfasst werden.</p>
<p>Hört sich einfacher an, als gedacht. Schädler weißt auf die Schwierigkeiten hin: „Es fängt an bei der Frage, wie ihr die Gäste hinsetzt, also damit verbunden, in welcher Reihenfolge ihr sie vorstellt. Wie begrüßt ihr das Publikum und wie soll die erste Frage aussehen, damit es auch eine Diskussion wird? Ihr braucht Originalität!“ Eine halbe Stunde Zeit gibt es für die Vorbereitung, danach soll die Einleitung vorgestellt und bewertet werden. „Das war wahnsinnig hilfreich, sich wirklich mal hinzusetzten, das vorzubereiten, vorzutragen und dann auch noch eine Bewertung zu bekommen. Mir zum Beispiel war gar nicht aufgefallen, dass ich immer nur zur Seite und nicht ins Publikum geschaut habe“, so Sandras Fazit vom Nachmittag.</p>
<p><strong>Rhetorikkurs als Zukunftsziel</strong></p>
<p>„Man hat schon wirklich gemerkt, dass Karin Ahnung von dem hatte, was sie da erzählt hat. Das, was sie körpersprachlich und rhetorisch von uns Teilnehmern abverlangt hat, hat sie selbst verkörpert. Sie wirkte dadurch sehr authentisch!“, lobt Josefine den Workshop. „Aber es war auch wirklich anspruchsvoll und anstrengend. Manchmal hätte ich mir die ein oder andere Pause mehr gewünscht“, fügt die 21-Jährige hinzu. Sie wird in naher Zukunft erst einmal einen Rhetorikkurs besuchen, um das Gelernte zu verfeinern.</p>
<p>Aber was kann man nun tun, wenn das Horrorszenario eintritt, es den Redeschwall zu unterbrechen gilt? „Wichtig ist, dass man Zustimmung vermeidet, den Redner mit Namen anspricht, lauter wird und das vielleicht noch mit Gesten unterlegt. Man muss sich eben einfach trauen, den jemanden zu unterbrechen. Dann müsste es eigentlich klappen“, rät Karin Schädler und lacht. Horrorszenario du kannst kommen!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Feuer und Sparflamme</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 13:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henrike Hohmeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[PA 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Elena Eifer ist ein engagiertes Mädchen. Blonde Locken, breites Lächeln, immer in Bewegung. Sie beteiligt sich an der SV-Arbeit an ihrer Schule, macht sich stark bei der Hausaufgabenhilfe, ist Trainerin im Sportverein. Elena macht so einiges. Findet in der Nähe eine Demo gegen Atomkraft statt, ist sie mit dabei. Läd das Wannseeforum zur Pfingstakademie, macht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Elena Eifer ist ein engagiertes Mädchen. Blonde Locken, breites Lächeln, immer in Bewegung. Sie beteiligt sich an der SV-Arbeit an ihrer Schule, macht sich stark bei der Hausaufgabenhilfe, ist Trainerin im Sportverein. Elena macht so einiges. Findet in der Nähe eine Demo gegen Atomkraft statt, ist sie mit dabei. Läd das Wannseeforum zur Pfingstakademie, macht sie sich auf nach Berlin. Hagen Unbe tickt da ganz anders: Chronisch unzufrieden und frustriert. Um ihn zu vollends demotivieren reicht es schon, wenn er in einem der unzähligen, meist aussichtslosen Förderanträge für seine Projekte das Kästchen &#8220;Name, Vorname&#8221; eintragen muss und dann nur Unbehagen liest. Dabei könnte doch eigentlich alles so schön sein. </strong><em>Ein Streitgespräch von Henrike Hohmeyer</em></p>
<p><a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/füßeLustFrust.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1896" title="Einfach mal die Füße hochlegen. Foto: Julian Schulz" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/füßeLustFrust.jpg" alt="" width="448" height="299" /></a><br />
<span id="more-1773"></span></p>
<div>Elena: „Hey Hagen, die Pfingstakademie war toll. Ich habe so viele neue, engagierte junge Menschen und ihre Projekte kennengelernt. Da soll noch mal jemand sagen, die Jugend sei faul und uninteressiert.“</div>
<p></p>
<div id="_mcePaste">Hagen: &#8220;Laura! Deine Übermotivation nervt. Also mittlerweile gehöre ich auch zu den faulen, uninteressierten Menschen. Bringt doch eh alles nichts.“</div>
<p></p>
<div id="_mcePaste">Elena: „Mit so einer Einstellung kann das auch nichts werden.“</div>
<p></p>
<div>Hagen: „Erinnerst du dich noch an unser Jugendparlament hier in der Stadt? Ich war Feuer und Flamme dafür. Ich dachte, jetzt könnte ich etwas verändern. Jetzt würde meine Meinung gehört. Doch diese ganze komplizierte Bürokratie stülpte sich über mein Engagement wie eine Löschdecke. Mein anfängliches Feuer wurde ganz einfach erstickt. Das war richtig frustrierend.“</div>
<p></p>
<div>Elena: „Klar ist es deprimierend, wenn man von den Politikern ein Mal im Monat angehört, aber nicht ernst genommen wird…“</div>
<p></p>
<div>Hagen: „Aber das ist ja noch längst nicht alles. Es ist ja nicht so, dass ich nach einem Dämpfer gleich die Flinte in&#8217;s Korn werfen würde. Weißt du nicht mehr letzten Sommer? Als ich im Jugendzentrum ein Geocaching-Projekt starten wollte? Kinder und Jugendliche in Bewegung bringen, draußen, in der Natur. Tja, da der Etat für Jugendarbeit schon wieder gekürzt wurde, war für meine Idee kein Geld mehr über. Ich kann ja wohl schlecht zehn GPS-Geräte selbst bezahlen.“</div>
<p></p>
<div><span>Elena: </span>„<span>Aber es gibt doch auch Fördermöglichkeiten…</span>“</div>
<p></p>
<div><span>Hagen: </span>„<span>Als ob ich das nicht schon versucht hätte. Früher war das kein Problem. Da habe ich eine Seite ausgefüllt und zügig vom Staat Unterstützung bekommen. Heute sind die Anträge ewig lang, kompliziert, unverständlich. Hat man sich dann trotzdem durchgekämpft, dauert es ein halbes Jahr bis man mal etwas Geld sieht. Ich wollte das Projekt zeitnah anbieten. Geocaching im Schnee ist total sinnlos.</span>“</div>
<p></p>
<div><span>Elena: </span>„<span>Stimmt schon. Aber wenn du bei deiner Kommune nicht weiterkommst, dann such nach anderen Wegen. Schau dir mal die Homepage der YouthBank an. Oder du googlest mal Fundraising &#8211; eine spannende Möglichkeit, sein Projekt zu finanzieren. Die Geocaching-Idee ist wirklich super, lass dich nicht entmutigen. Engagement darf nicht automatisch an finanzielle Interesse gekoppelt sein.</span>“</div>
<p></p>
<div><span>Hagen: </span>„<span>Ja, das ist klar. Wenn man auf Geld aus ist, braucht man sich nicht ehrenamtlich engagieren. Dann sollte man lieber eine Ausbildung bei der Bank anfangen. Trotzdem muss das ganze ja auch Spaß machen. Als ich versucht habe die Jugendarbeit bei uns im Schützenverein voranzubringen, wurde mir gleich das ungeliebte Amt des Schriftführers aufgedrückt. Die haben mich da einfach so reingeredet, Ich wolle mich ja schließlich engagieren.</span>“</div>
<p></p>
<div><span>Elena: </span>„<span>Das ist ja richtig daneben. Aber vergiss doch einfach mal die ganze klassische, schnöde Vereinsarbeit, für die man jahrelang verpflichtet wird. Es gibt unzählige NGOs, bei denen man mit punktuellen Aktionen viel erreichen kann. Schon mal was von Viva Con Agua gehört?</span>“</div>
<p></p>
<div><span>Hagen: </span>„<span>Ja klar, für die spende ich auf Festivals immer mein Becherpfand. Für die könnte man sich ja echt mal intensiver einsetzen.&#8221;</span></div>
<p></p>
<div><span>Elena: </span>„<span>Eine andere Möglichkeit wäre zum Beispiel in der Schule eine AG anzubieten.</span>“</div>
<p></p>
<div>Hagen: „Nach dem Unterricht noch länger da bleiben? Nä, da sitze ich doch eh schon den ganzen Tag.“</div>
<p></p>
<div>Elena: „Dann schlag doch bei euch das Projekt der Evangelischen Schule Berlin Zentrum vor. Dort haben die Schüler jeden Donnerstag Zeit, sich zu engagieren.“</div>
<p></p>
<div>Hagen: „Das klingt nach einer interessanten Idee. Allein ist es immer so schwierig sich aufzuraffen und das passende Ehrenamt zu finden. Aber mit meinen Freunden zusammen hätte ich schon Lust. Und von der Schule und den Lehrern wird man dann ja auch bestimmt unterstützt.“</div>
<p></p>
<div>Elena: „Ja genau! Ich mach mich jetzt mal auf den Weg. Heute ist die große Nachbarschaftsaktion zur Sanierung unserer Straße. Da waren ja so viele Schlaglöcher, dass ich mir schon zweimal einen Acht in den Reifen gefahren habe. Und weil die Stadt sich einfach nicht kümmert, gibt&#8217;s jetzt ne Bürgerinitiative. Ein perfektes Beispiel für das Ziel Betroffene zu Beteiligten zu machen. Wir meckern nicht nur, wir machen.“</div>
<p></p>
<div>Hagen: „Aber in diesem Fall ist deine Begeisterung ja wohl völlig unangebracht. Betroffenen zu Beteiligten machen, schön und gut, aber da wo das ehrenamtliche Engagement die eigentlichen Aufgaben der Stadt ersetzt, hört&#8217;s dann auf. Solche Initiativen sind doch kein Grund zu Freude und Lob. Ist schon ganz cool, dass ihr so etwas auf die Beine stellt. Aber eigentlich zeigt das ja nur, was für krasse Missstände herrschen. Ehrenamtliche müssen sich doch nicht die Pflichtaufgaben anderer übernehmen, nur weil diese sie versäumen. Wo führt das denn hin?“</div>
<p></p>
<div>Elena: „Mmh, so hab ich das noch nie gesehen. Irgendwie ist da was dran. Trotzdem freue ich mich, dass endlich etwas passiert.“</div>
<p></p>
<div>Hagen: „Ich will deinen Elan auch überhaupt nicht bremsen. Generell finde ich es gut, etwas bewegen zu wollen. Aber man muss sich gut überlegen, wie und wo man sich engagiert, damit man wirklich etwas erreicht und auch den Spaß an der Sache behält.“</div>
]]></content:encoded>
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		<title>Stimmlos? Stimmt nicht!</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 12:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Wandschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[PA 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Die fünf besten Tipps für einen gelungenen Bühnenauftritt von Anna Wandschneider (eigentlich von Sophie Alfter, aber wer will schon so genau sein.) Ein Auftritt vor Publikum kann zum Spießrutenlauf werden. Dein Herz rast, auf der Oberlippe steht der Schweiß, klebrige Hände zerren an Kleidung, die plötzlich mehrere Nummern zu klein ist. Gefühlte hunderte Menschen starren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die fünf besten Tipps für einen gelungenen Bühnenauftritt</strong> <em>von Anna Wandschneider (eigentlich von Sophie Alfter, aber wer will schon so genau sein.)</em></p>
<p><a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/keine_stimme_.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2022" title="Foto: Julia Vogt / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc-nd)" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/keine_stimme_.jpg" alt="" width="422" height="317" /></a><br />
<span id="more-1920"></span><br />
Ein Auftritt vor Publikum kann zum Spießrutenlauf werden. Dein Herz rast, auf der Oberlippe steht der Schweiß, klebrige Hände zerren an Kleidung, die plötzlich mehrere Nummern zu klein ist. Gefühlte hunderte Menschen starren zu dir auf – oder verächtlich auf dich herab. Aus deinem Mund kommt ein krächzender Ton, deine Stimme kippt. Die Stimmung auch. Verhaltenes Kichern erklingt. Dann ein Pusten. Und schließlich lacht der ganze Saal.</p>
<p>Vermutlich hat sich jeder schon mal ein solches Horrorszenario ausgemalt. Dabei muss das Publikum  nicht besonders groß sein: Das Referat vor der eigenen Klasse kann auf seine Weise ebenso schlimm sein wie eine Podiumsdiskussion vor hunderten von Leuten.</p>
<p>Im Workshop „Stimmbildung: Gekonnter Einsatz von Atmung und Stimme“ bringt Referentin Sophie-Luise Alfter den Teilnehmern bei, Herr oder Frau der eigenen Stimme zu werden. Und damit in Zukunft auch den anderen Pfingstakademikern nicht die Stimme verstummt, haben wir euch die Top 5 der Tipps für einen gelungenen Auftritt schon einmal zusammengestellt.</p>
<p><strong>Tipp 1: Haltung bewahren</strong><br />
Oft reduzieren wir Sprache nur auf die Stimme. Dabei spricht der Körper eine ebenso verräterische Sprache wie eure Stimmbänder. Die richtige Haltung sorgt außerdem dafür, dass ihr euch selbstsicher fühlt.<br />
Im Sitzen wie im Stehen gilt: Beide Füße müssen fest auf der Erde stehen, der Nacken sollte aufgerichtet sein. Verteilt im Stehen euer Gewicht gleichmäßig, wippt nicht herum.</p>
<p><strong>Tipp 2: Die Stimme erheben</strong><br />
Unsere Stimmbänder sind wie ein alter Dieselmotor – sie müssen sich erst warm laufen.<br />
Stellt euch beispielsweise vor, ein imaginäres Lasso zu schwingen, und ruft dazu : „HEY HEY HEY!“ Die Übung hat zwei Vorteile: Zum einen gewöhnen sich die Muskeln an die neue Belastung, zum anderen hilft sie euch, Hemmungen abzubauen.</p>
<p><strong>Tipp 3: Blaukraut bleibt Blaukraut&#8230;die Artikulation</strong><br />
Mit am Wichtigsten im Vortrag ist die deutliche Aussprache. Übt den Text mit zwei Fingern im Mund zu sprechen &#8211; allerdings nicht, wenn das Publikum schon anwesend ist. Bei dieser Übung sollte außerdem ein Waschbecken oder Taschentuch in der Nähe sein.<br />
Bei Aufregung verkrampfen oft die Gesichtsmuskeln. Entspannt euch! Reibt mit kreisenden Bewegungen über eure Wangen, massiert den Zungenboden (die Region unter dem Kinn) oder zieht eure Gesicht mit den Händen richtig lang. <a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/STE-009neu.mp3">So hört sich das dann an.</a></p>
<p><strong>Tipp 4: We love to entertain you</strong><br />
Das Publikum will unterhalten werden. Und eine Unterhaltung bedeutet in der Regel einen Dialog zu führen.<br />
Geht also auf die Zuhörer ein! Animiert sie zum Mitdenken und Reagieren! Das bewährteste Mittel sind hier rhetorische Fragen. Weiterhin gilt: Lebt euren Text und bezieht den Raum in eurer Rede mit ein. Macht euch vorher bewusst, was ihr mit eurem Text erreichen wollt. Dann werdet ihr zur perfekten Stimmungskanone.</p>
<p><strong>Tipp 5: Regeneration</strong><br />
Ihr habt alles gut überstanden? Dann ist es jetzt an der Zeit, eurer Stimme etwas Gutes zu tun.<br />
Lockert die beanspruchten Muskeln oder klopft sie leicht mit den Fingerspitzen ab. Besonders hilft diese Übung, wenn ihr dabei <a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/STE-011neu.mp3">ein &#8220;w&#8221; summt</a>. Bei Heiserkeit entspannt ihr am Besten mit Kehlkopfmassagen, bei verhauchter Stimme hilft es, summend etwas wegzuschieben oder zu hüpfen. Dadurch wird neue Kraft aufgebaut. Und nach dem Auftritt ist schließlich vor dem Auftritt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Liebes Kabareh</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 11:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Wandschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[PA 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Anna Wandschneider (schreibt dauerhaft, klettert viel, will ganz nach oben und wagt Blicke in die Tiefe) und Sandra Isenburg (verträgt keinen Weißwein, weiß aber viel. Sucht: Charakterdarsteller statt Serienstatisten) Liebes politische Kabarett, Selbst, wenn du mich bis jetzt vielleicht nicht bewusst wahrgenommen hast, könnten wir doch gute Freunde werden. Ich bewundere deine Kreativität, deinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Anna Wandschneider (schreibt dauerhaft, klettert viel, will ganz nach oben und wagt Blicke in die Tiefe) und Sandra Isenburg (verträgt keinen Weißwein, weiß aber viel. Sucht: Charakterdarsteller statt Serienstatisten)</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1977" title="Foto: © Andreas Depping / www.pixelio.de" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/465860_R_by_Andreas-Depping_pixelio.de1_.jpg" alt="" width="448" height="299" /><br />
<span id="more-1914"></span><br />
<strong>Liebes politische Kabarett,</strong></p>
<p>Selbst, wenn du mich bis jetzt vielleicht nicht bewusst wahrgenommen hast, könnten wir doch gute Freunde werden.<br />
Ich bewundere deine Kreativität, deinen Elan und deinen Zeitgeist.<br />
Ich will ein Kind von dir!<br />
Okay, Alter, jetzt aber mal im Ernst, und nicht im August: Ich kann dich nicht mehr ertragen.<br />
Du hockst in allen Kanälen, in deiner eigenen Scheiße, diesem Einheits-Anstaltsbrei, du bist so unendlich aufgebläht, dass du mehr Treibhausgase ausstößt als sämtliche Rindviecher in den USA.<br />
Und immer – immer wenn ich die verdammte Glotze ankotze, sehe ich deine faltige Visage. Diesen verdammten siamesischen Vielling ohne Feeling für das Wesentliche.</p>
<p>Liebes Kabarett, du hast deine göttliche Mission aus den Augen verloren. Du hast den himmlischen  Hildebrandt vergessen, mein Michael! Erinnere dich an die goldene ZEIT. An das Gute. Das ewig Beständige. Das einzig Wahre. Warsteiner! Ein Kasten Krombacher für den Weltfrieden.<br />
We love to entertain you.<br />
Sie haben eine neue Nachricht. Drücken sie die „110“.<br />
Mein Sohn, höre mich an:<br />
Have a break!<br />
Die Gesellschaft, die du kritisieren wolltest, hat dich selbst vereinnahmt.  Du bist ein Teil dieser anonymen, sensationsgeilen, schnelllebigen Welt geworden. Hebst dich nicht mehr vom Gewäsch der Masse ab.<br />
Have a Kitkat!</p>
<p>Du warst so herrlich dreckig. Und jetzt?</p>
<p>Ist das neu? Nein! Mit Perwoll gewaschen!</p>
<p>Du prescht wie Thilo der Sarrazene polemisierend durch die westliche Welt.<br />
Mein Sohn: Willst du wirklich der Papagei der Gesellschaft sein, der nur noch wiederholt, was schon gesagt wurde und was man dir vorgekaut hat?<br />
Du tanzt mit dem Schimmelpilz-Teufel Dr. Faulheit. Nun steh ich hier, ich armes Tor, und bin ein Gau, genau wie vorher&#8230;Ja, wenn du dich selbst in der dauergrinsenden Politik wieder erkennst, gehst du ab wie Schmitz&#8217; Katze. Und merkst nicht mal, wie du mit Pauken und Trompeten untergehst, während Engel auf Schallermeien das Lied vom Tod spielen. Das einzige, was dann noch bleibt, ist Dunkeltuten à la Mitternachtsmeier.<br />
Liebes Kabarett, ich sitze vor dir und starre ins Weinglas. Das Spucken hast du mir schon lange abgewöhnt. Ich kann einfach nicht mehr. Wie sagt man noch so schön? Intelligenz säuft? Beati paperes spiritu(s), selig sind die geistig Armen, Amen. Und selbst daran hast du mir die Freude gründlich vergällt. Du hast mich 14%ig umgedreht. Jetzt bin ich wie du. Einer dieser post-modernen Großstadt-Philosoffen.<br />
Und: Ja, das ist nicht logisch. Mach dir deine Über-Land-Leitung doch selbst, du Penner! Ich habe endgültig genug von dir!</p>
<p>Andererseits &#8211; was habe ich erwartet? Du bist der SPIEGEL der Gesellschaft.<br />
Ach, weißt du was, liebes Kabarett:<br />
Du machst deine Sache richtig gut.</p>
<p>Deine kritische Freundin</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bild dir deine Antwort</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 09:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi Weiland</dc:creator>
				<category><![CDATA[PA 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[politisches Kabarett]]></category>

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		<description><![CDATA[Politisches Kabarett übt Kritik an den sozialen Verhältnissen. Politisches Kabarett macht Politiker lächerlich. Politisches Kabarett ist lustig, gemein, ja keine Ahnung, so ziemlich alles. Was aber bewirkt politisches Kabarett? Dazu haben wir mit Werkzeug-AG-Leiter Sven Laude, unter anderem „Jugendfunktionär“ am Berliner Kabarett-Theater Distel, ein Interview der ganz besonderen Art geführt. Auf unsere Fragen antwortet er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Politisches Kabarett übt Kritik an den sozialen Verhältnissen. Politisches Kabarett macht Politiker lächerlich. Politisches Kabarett ist lustig, gemein, ja keine Ahnung, so ziemlich alles. Was aber bewirkt politisches Kabarett? Dazu haben wir mit Werkzeug-AG-Leiter Sven Laude, unter anderem „Jugendfunktionär“ am Berliner Kabarett-Theater Distel, ein Interview der ganz besonderen Art geführt. Auf unsere Fragen  antwortet er einfach mal mit einem Foto. </strong> <em>Von Leonie Geiger</em></p>
<p><strong>Hallo Sven, jetzt zeig mal, wie der Workshop heute war: </strong><br />
<a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6053.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1948" title="Foto: Julian Schulz" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6053.jpg" alt="" width="480" height="320" /></a><br />
<span id="more-1917"></span><br />
<strong>Politisches Kabarett hat derzeit Hochkonjunktur. Aber mal im Ernst, brauchen wir wirklich politisches Kabarett? Oder können wir uns das schenken?</strong><br />
<a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6055.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1950" title="Foto: Julian Schulz" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6055.jpg" alt="" width="480" height="320" /></a></p>
<p><strong>Der Journalist Alexander Kissler schrieb einmal zum politischen Kabarett:  Kabarett sei einst eine „Aufklärerische Übung“ gewesen und sei heute nur noch reine Politikerbeschimpfung. Stimmt das?</strong></p>
<p><a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6059.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1949" title="Foto: Julian Schulz" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6059.jpg" alt="" width="480" height="320" /></a></p>
<p><strong>Aber was ist denn jetzt der Unterschied zwischen Comedy und Kabarett?</strong><br />
<a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6060.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1951" title="Comedy / Foto: Julian Schulz" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6060.jpg" alt="" width="480" height="320" /></a></p>
<p><a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6062.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1952" title="Kabarett / Foto: Julian Schulz" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6062.jpg" alt="" width="480" height="320" /></a></p>
<p><strong>Das Thema der diesjährigen Pfingstakademie lautet „Partizipation zwischen Lust und Frust“. Ist deine Arbeit im Bereich Kabarett von Lust oder Frust geprägt?<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6064.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1953" title="Foto: Julian Schulz" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6064.jpg" alt="" width="480" height="320" /></a><br />
<strong>Politisches Kabarett wendet sich, wie der Name es ja schon sagt, an die Politik. Was ist dein Tipp an die Politiker?</strong><br />
<a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6068.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1954" title="Foto: Julian Schulz" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6068.jpg" alt="" width="480" height="320" /></a></p>
<p><strong>Und was willst du uns Jugendlichen zum Schluss als Tipp für die Zukunft mitgeben?</strong><br />
<a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6071.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1955" title="Foto: Julian Schulz" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/MG_6071.jpg" alt="" width="480" height="320" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Masse macht´s</title>
		<link>http://www.pfingstakademie.de/2011/06/14/die-masse-macht%c2%b4s/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 08:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine Zschoche</dc:creator>
				<category><![CDATA[PA 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Beteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstartion]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>

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		<description><![CDATA[Demonstrationen und Volksentscheide &#8211; eine Möglichkeit der politischen Partizipation, die anerkannt oder doch verkannt wird? Von Janine Zschoche (war das letzte mal auf der Demo bei einem Schulstreik, im letzten Jahr. Sie packt es zeitlich manchmal einfach nicht) 04.11.1989, Berlin-Alexanderplatz: über 500.000 Menschen demonstrieren für Meinungs- und Versammlungsfreiheit und gegen die SED-Regierung. 15.02.2003: über 10 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Demonstrationen und Volksentscheide &#8211; eine Möglichkeit der politischen Partizipation, die anerkannt oder doch verkannt wird?</strong> <em>Von Janine Zschoche (war das letzte mal auf der Demo bei einem Schulstreik, im letzten Jahr. Sie packt es zeitlich manchmal einfach nicht)</em><br />
<a href="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/raucherpause-ausschnitt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1903" title="Zigaretten und Volksentscheide lassen Hermann (21) und Sebastian (19) alt aussehen. / &quot;Anne Gabrikowski&quot; / www.jugendfotos.de" src="http://www.pfingstakademie.de/blog/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/raucherpause-ausschnitt.jpg" alt="" width="403" height="302" /></a><br />
<em></em><br />
<span id="more-1889"></span><br />
04.11.1989, Berlin-Alexanderplatz: über 500.000 Menschen demonstrieren für Meinungs- und Versammlungsfreiheit und gegen die SED-Regierung.<br />
15.02.2003: über 10 Millionen Menschen demonstrieren weltweit gegen den Irakkrieg.<br />
09.10.2010, Stuttgart: über 100.000 Menschen protestieren gegen den Bau von „Stuttgart21“.</p>
<p>Doch was haben diese Proteste der Menschen gebracht? Am 9.11.1989, fünf Tage nach dem Volksaufstand, fiel immerhin die Berliner Mauer, am 20.03.2003, einen Monat später, begann der Irak-Einsatz und bis spätestens Oktober soll es einen Volksentscheid zu „Stuttgart21“ geben. &#8220;Gerade dieses Projekt ist ein Symbol für direktes Einmischen der Bürger in politische Entscheidungen&#8221;, sagt Stephan Schilling. Er leitet auf der diesjährigen Pfingstakademie eine sogenannte Querschnitts-AG mit dem Titel „Projekte, Demos, Volksentscheide: Wie viel außerparlamentarische Beteiligung &#8216;verträgt&#8217; unsere Demokratie?&#8221;</p>
<p>Demonstrationen können heute durchaus erfolgreich sein. Sie können aber auch nichts bewirken. Insgesamt haben sich die Demonstrationsformen zumindest vervielfältigt, zu diesem Schluss kommt der Demonstrationsforscher Dieter Rucht aus Berlin. Im Vergleich zu den 1950er Jahren haben sich die Proteste bis in die 1980er Jahren bundesweit mehr als verdreifacht. Allein in Berlin gibt es bis heute pro Jahr um die 2.500 Proteste. Vor allem im letzten Jahr rannte nahezu die gesamte Bundesrepublik auf die Straße &#8211; zu Themen wie Anti-Atom oder Stuttgart 21.</p>
<p>Alljährlich gibt es immer wieder die selben Protestmärsche: So beispielsweise den „Christopher Street Day“, mit dem Ziel gegen Diskriminierung und für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern zu wirken. Der &#8220;Christopher Street Day&#8221; findet in Deutschland seit 1979 regelmäßig an einem Wochenende zwischen Juni und August statt. Auch die seit 1997 alljährlich im August stattfindende Hanfparade gehört heute zum festen Demonstrationsinventar, hierbei wird für die Anerkennung von Cannabis als Nutzpflanze, Heilmittel und Genussmittel gekämpft. Geraucht wird natürlich nicht.</p>
<p>Demonstrationen gehören heute neben Kunstdarstellungen von Musik bis hin zu neuen Protestformen im Netz zu den Möglichkeiten der außerparlamentarischen Beteiligung. Dabei wurde in der Vergangenheit oft der Begriff APO, Außerparlamentarische Opposition, in einem gleichen Atemzug Zug mit sämtlichen Protestformen verwendet. Geprägt wurde dieser Ausdruck in den 1960er Jahren durch die Protestbewegungen für Emanzipation und reale Demokratie. Beteiligt waren damals in erster Linie Studentenorganisationen, Schüler und Lehrlinge aber auch Intellektuelle und Künstler.</p>
<p>Heute hingegen setzen sich die Beteiligten aus sämtlichen sozialen Schichten und aus allen Altersgruppen zusammen. Das war auch kürzlich bei den Anti-Atomkraft-Demonstrationen zu beobachten. Unter den Protestanten finden sich auch immer mehr Politiker, meistens sogar in den vordersten Reihen. Natürlich wird das als Publicity genutzt‚ um Sympathiewerte und weitere Mitstreiter zu gewinnen, die ja schließlich auch ihre potenziellen Wähler sind. Fakt ist, hier geht so einiges auf die Straße. Bekanntlich bewirken viele Leute mehr. Die Masse macht´s.</p>
<p><strong>Volksentscheide &#8211; Das Beste für das politische System?</strong></p>
<p>Die Menge kann aber auch destruktiv sein. Und wie kommt sie überhaupt zustande und mit welchen Intentionen? Aufgrund der breiten Angebotspalette und der vielen Demonstrationsformen passiert es leider auch, dass man gar nicht mehr weiß, für und gegen was man heute alles sein soll. Der „Ernst der Lage“ kann so auch verkannt werden. Patrick aus München, 17 Jahre und Teilnehmer der diesjährigen Pfingstakademie, findet das „sehr, sehr schade&#8221;, gerade denen gegenüber, „die sich Gedanken gemacht haben und etwas verändern möchten“. Aus ähnlichem Grund wird derzeit auch kontrovers über neue Beteiligungsmöglichkeiten diskutiert &#8211; so etwa über die Durchführung von Bürger- und Volksentscheiden.</p>
<p>Allerdings sind Volksentscheide in Deutschland bislang nur auf Landes- und Kommunalebene gesetzlich verankert, nicht bundesweit. Ganz im Gegensatz zur Schweiz, in der bis dato einige politische Beschlüsse per Volksentscheid verabschiedet wurden. So ist der Volksentscheid heute zum einen eine sehr basisdemokratische Partizipationsmöglichkeit und bestärkt den Bürger in seiner Autonomie. Zum anderen interessieren sich viele Bürger aber zu wenig oder gar nicht für die abzustimmenden Themen. Die Beteiligungszahl bei Bürgerentscheiden ist zudem auch sehr niedrig, einseitig und eher weniger repräsentativ. Damit geht der eigentliche Sinn verloren und das Ziel von Volksentscheiden, nämlich die Meinung aller oder zumindest in einem Großteil der Bürger zu erfahren, wird nicht erreicht.</p>
<p>Zudem kann und wird diese Meinung durch die Medien in der heutigen Zeit stark beeinflusst und oftmals auch manipuliert, sodass ein verfälschtes Meinungsbild entsteht. Dennoch hat das Volk schon mehr als nur einmal gezeigt, dass es durchaus in der Lage ist, sinnvolle politische Entscheidungen treffen zu können. Andererseits wäre es gerade für Minderheiten leicht, durch einen Volksentscheid Forderungen kundzutun. Kritiker befürchten allerdings, dass Volksentscheide dadurch die Grundlage für künftige Diskriminierungen sein könnten. Befürworter loben hingegen die Möglichkeit der Bürger von der Politik verworfene Themen wieder aufgreifen zu können. Den Bürgern wird das Gefühl der aktiven Gestaltung der Politik gegeben, dadurch werden sie zumindest ermutigt, sich zu engagieren. Diese Form der direkten Demokratie erhöhe (somit) den politischen Wettbewerb, und das könne wiederum auf die Politik wirken und &#8220;zur besseren Politik“ führen, das zumindest glaubt Prof. Reiner Eichenberger, ein Schweizer Wirtschaftswissenschaftler.</p>
<p>Die direkte Beteiligung festige somit die Demokratie, so Eichenberger weiter, auch wenn die Gefahr bestünde, dass Politiker sich aus der Verantwortung stehlen, da es immer heißen könnte, das Volk habe es doch so gewollt.</p>
<p>Volksentscheide und Demonstrationen sind und bleiben eines des wichtigen Instrumente zur Bürgerbeteiligung, und das ist auch gut so. So können die Bürger zumindest ihren Standpunkt festlegen. Sie können sich Gehör verschaffen und zeigen, dass sie gewisse politische Entscheidungen nicht befürworten oder unterstützen. Ob sich dadurch immer gleich die Verhältnisse ändern, sei einmal dahingestellt. Doch zumindest hat jeder Bürger die Möglichkeit dazu und steht in der Verantwortung, seine Meinung zu äußern. Anna, 17 Jahre aus Bonn und Teilnehmerin von der Pfingstakademie, bringt es zum Schluss auf den Punkt: „Wenn wir uns nicht beteiligen, leben wir in einem toten Staat“.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Video-Postkarte vom Wannsee</title>
		<link>http://www.pfingstakademie.de/2011/06/14/video-postkarte-vom-wannsee/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 06:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi Weiland</dc:creator>
				<category><![CDATA[PA 2011]]></category>
		<category><![CDATA[impressionen]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>

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		<description><![CDATA[Julian Schulz hat es auf der Pfingstakademie nicht leicht, denn seine Kamera wiegt mindestens zehn Kilo. Trotzdem filmte und knipste er bis die Speicherkarte voll oder der Akku leer war und das Ergebnis könnt ihr jetzt hier bewundern: Kamera: Julian Schulz Schnitt: Lukas Hellbrügge]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Julian Schulz hat es auf der Pfingstakademie nicht leicht, denn seine Kamera wiegt mindestens zehn Kilo. Trotzdem filmte und knipste er bis die Speicherkarte voll oder der Akku leer war und das Ergebnis könnt ihr jetzt hier bewundern:<br />
<p><a href="http://www.pfingstakademie.de/2011/06/14/video-postkarte-vom-wannsee/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></p>
<p>Kamera: Julian Schulz<br />
Schnitt: Lukas Hellbrügge</p>
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