In den Werkzeuge-AGs könnt ihr eure methodischen Fähigkeiten verbessern.
Werkzeug-AGs 2011
Campaigning – Von den Grundlagen zur konkreten Ehrenamts-Kampagne
Egal ob „Atomkraft nein danke“, die Aids-Schleife, „Mach’s mit“ Kondome, „Schau hin“ gegen Gewalt oder „5amTag“ für gesunde Ernährung – Kampagnen prägen unseren Alltag.
Doch, was ist das eigentliche, eine Kampagne? Welche Formen kann sie annehmen? Wie wird sie erfolgreich geplant und durchgeführt, um besonders viele Menschen zu erreichen?
Fragen über Fragen. Antworten wollen wir im Campaigning-Workshop finden.
Neben der Grundlagenvermittlung durch eine erfahrene Campaignerin, entwickeln wir am Beispiel der „Jugendengagementkampagne“ der Servicestelle Jugendbeteiligung eine mögliche Ausgestaltung in Form von mitreißenden Aktions- und Veranstaltungsideen, Slogans, Layouts und allem was dazu gehört.
Mit Laura Valetukeviciute und VertreterInnen der Servicestelle Jugendbeteiligung als Campaigning-Team der diesjährigen Pfingstakademie.

Laura Valetukeviciute
ist Doktorandin in Sozialwissenschaften im Themenfeld Soziale Bewegungen und im Verein “Gemeingut in BürgerInnen-Hand”
Konkrete Kampagnenarbeit macht sie seit 2008:
zuerst im Rahmen von attac (Planung und Durchführung der bundesweiten Speaker-Tour zum Thema European Parnership Agreements”, Aktionstage gegen die Geheimhaltung bei den Public Private Partnership (PPP)-Verträgen und Speaker-Tour zum Thema PPP der “PPP-Irrweg-Kampagne”) und seit Ende 2010 im Verein Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB).
Das Startprojekt von GiB war die Mobilisierungskampagne “Wollt ihr wissen” zum Volksentscheid für die Offenlegung der Verträge zur Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe. tätig. Mit den Strukturen der ehrenamtlichen Arbeit hat sie sich während ihres Studiums an der Universität Vilnius (Litauen) befasst und Schulungen dazu für die Studenten und Schüler durchgeführt.

Die Servicestelle Jugendbeteiligung
versteht sich als Dienstleisterin für Jugendengagement und Jugendbeteiligung. Wir machen jugendliches Engagement möglich, indem wir junge Menschen über beteiligungsrelevante Inhalte informieren und Jugendinitiativen bzw. lokale Projekte vernetzen.
Ziel unseres Wirkens ist insbesondere die Professionalisierung unabhängiger jugendlicher Projektarbeit. Als bundesweite Organisation setzen wir uns zudem politisch für engagementförderliche Rahmenbedingungen ein und stehen jungen Erwachsenen in ihrer ehrenamtlichen Arbeit mit Rat und Tat zur Seite.
Fundraising konkret: Methoden und Training zur Projektfinanzierung
Das Geld liegt auf der Straße – ihr müsst es Euch nur nehmen. Eine Aussage vieler die erfolgreich Fundraising betreiben. Doch welche Methoden sind die richtigen? Wie verkaufe ich mein Projekt potentiellen Sponsoren, wie überzeuge ich?
Doch Fundraising ist mehr als nur Sponsorensuche. Barack Obama machte es in seinem Präsidentsschaftswahlkampf vor: Durch Kleinstspenden sammelte er Millionen ein. Welche Wege gibt es für mein Projekt Kleinstspenden zu nutzen? Wie funktionieren sie? Und was bedeuten Micropayment oder Mobilepayment?
Der Workshop “Fundraising konkret” wird Euch ein komplettes und praktisch orientiertes Training bieten. Hier geht es nicht nur um die Theorie – es geht darum eure Fähigkeiten auch praktisch zu trainieren.

Stephan Schilling
ist managing partner der Berliner Kommunikationsagentur Dieckmann & Schilling. Er hat Management & Economics an der Ruhr-Universität Bochum studiert und ist durch sein ehrenamtliches Engagement selbst erfahrener Fundraiser. Eines seiner Fachgebiete ist die Mobile Industry. So berät er diverse Unternehmen und Organisationen in Fragen des Web 2.0 und der Umsetzung von mobilen Strategien.
Projektmanagement
Projekte hier – Projekte da. Jeder arbeitet mit, oft weiß keiner womit es angefangen hat und nicht allen ist das Ziel klar. Um den Frust von nicht beendeten Projekten und nicht umgesetzten Ideen zu umgehen, könnt ihr in diesem Workshop wichtige Infos zum Thema Projektmanagement lernen. Dabei geht es darum, wie man am besten von der Idee zum Projekt kommt, was und wen man dazu braucht und wie man am Ende sein Ziel erreicht.
Wir wollen euch die Basics des Projektmanagements vermitteln doch dabei nicht bei der Theorie bleiben. Ihr sollt ja schließlich eure Projekte und Projektideen in die Praxis umsetzten. Deshalb soll anhand von einem Beispielprojekt ein Konzept entwickelt werden. Auch gibt es die Möglichkeit eure schon angefangen Projekte zu besprechen und neue Ideen theoretisch durchzuspielen.
Mit: Manuela Demel und David Weigend

Manuela Demel
ist 23 Jahre alt, studiert Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina und managed daneben normalerweise größere und kleinere internationale Projekte mit verschiedenen Gruppen und in verschiedenen Initiativen und Vereinen.
Dadurch kennt sie sich besonders mit den Tücken des Internationalen Projektmanagement aus.
Mit der Jugendbeteiligungsarbeit hat sie während ihrer Schulzeit in einem Jugendgemeinderat in Baden-Württemberg begonnen. Bei der Pfingstakademie war sie schon ein paar Mal als Teilnehmerin dabei.

David Weigend
ist im Vorstand des Bildungswerks für Schülervertretung und Schülerbeteiligung. Er studiert Volkswirtschaft an der Freien Universität in Berlin und ist Student an der D-School des Hasso Plattner-Instituts in Potsdam. David arbeitet als freier Trainer und Moderator. Durch sein jahrelanges Engagement im Jugendbeteiligungsbereich kann er auf einen großen Schatz an Ideen, Erfahrungen und Tipps zurückgreifen.
Netzwerkmanagement: Erfolgreiche Vernetzung on- und offline!
Zusammen ist man weniger allein – und kann auch mehr bewegen! Aber wie baut man ein Netzwerk auf und betreut es so, dass Motivation und Spaß den Mitgliedern nicht verloren gehen? Das wollen wir, Jan Bergner und Johannes Raffel vom Youth Bank Deutschland e.V., mit Euch diskutieren. Wir betreuen ein Netzwerk von rund 100 ehrenamtlich-aktiven Jugendlichen in Deutschland und wollen Euch an unseren Erfahrungen teilhaben lassen. Dabei werden wir sowohl über Vernetzung durch persönliche Treffen als auch im Internet und bei Telefonkonferenzen sprechen. Wie viel offline-Vernetzung brauchen Netzwerke heutzutage noch? Wie finde ich Nachwuchs? Wie viel Strukturen müssen geschaffen werden? Wenn Ihr diese und andere Fragen diskutieren wollt, seid Ihr herzlich zu unserem Workshop eingeladen!

Mit Johannes Raffel und Jan Bergner
vom Verein Youth Bank Deutschland
Jan und Johannes engagieren sich tagtäglich für das bundesweite Youth Bank Netzwerk. Youth Banks sind Jugendinitiativen, die vor Ort Gleichaltrige bei ihrer Projektidee mit Know-How, Kontakten und Geld (50-400 Euro) unterstützen. 15 Youth Banks und rund 100 ehrenamtlich-aktive Jugendliche bilden das Netzwerk. Jan (20) macht sein Freiwilliges Soziales Jahr bei Youth Bank, Johannes (26) ist hauptamtlicher Geschäftsführer im Bundesbüro. www.youthbank.de
Veranstaltungs- und Diskussionsmoderation
Ob es um eine Abendveranstaltung geht oder eine Podiumsdiskussion – wie gelingt eine erfolgreiche Moderation?
Im Workshop analysieren wir Beispiel-Moderationen und versuchen es selbst: Wie spricht man so, dass andere gerne zuhören? Welche Rolle muss ein Moderator in der Diskussion einnehmen? Wie tritt man professionell auf? Wie bleibt man trotz Nervosität authentisch? Wie sollte eine Moderation strukturiert und vorbereitet werden?

Karin Schädler, 30,
arbeitet als freie Journalistin in Berlin und zeitweilig in Kairo – vor allem zu Integrations- und Auslandsthemen und als Seminarleiterin in der internationalen Jugendarbeit. Sie leitet den Alumni-Verein der Berliner Journalistenschule.
Geocaching
Geocaching bezeichnet einen modernen Sport, bei dem Satellitentechnik und Natur zusammenkommen. Ziel ist es, mit Hilfe von GPS-Geräten eine versteckte Box, den sogennanten Cache, irgendwo in der Natur oder auch in der Stadt zu finden. Es folgt also dem Prinzip der altbekannten Schnitzeljagd – allerding durch Namen, Anglizismen und Ausstattung auf einem Level, das auch für “Große” interessant ist und fasziniert.
Daher eignet es sich auch ideal, um Bildungsinhalte wie z.B. zur Umweltverschmutzung in Projekten aufzugreifen oder um interessante lokale Geschichten Schritt fuer Schritt zu erzaehlen und diese so Menschen naeher zu bringen.
Im Geocachingworkshop probiert ihr die “Schatzsuche” mit GPS-Gerät selbst aus und legt, d.h. versteckt, selbst einen Cache. So könnt ihr testen, wie Geocaching funktioniert und ob ihr selbst Geocachingprojekte entwickeln wollt.
Johannes Kolbe, (20),
Student der Physik an der HU Berlin. Konzipierte und fuehrte im letzten Jahr im Rahmen seines FSJ Kultur bei der Stiftung Demokratische Jugend mehrere Geocachingaktionen mit Jugendlichen durch. Auch nach dem Freiwilligen Jahr bleibt er dem Geocaching treu und hält Vortraege zu dem Thema auf verschiedenen Veranstaltungen. Da Geocaching aber vor allem erlebt werden muss, fuehrt er auch Workshops mit Interessierten durch, in denen sich jeder am Cachen versuchen darf.
Politisches Kabarett
Gründe für Frust gibt es in Politik und Gesellschaft zur Genüge. Ändern kann man aber nur mit Lust! Wir sagen ja zu Partizipation abseits von Partei- und Karrieredenken.
Kabarett macht sich lustig. Ganz bewusst. Und vieles kann man doch auch wirklich nicht mehr ernst nehmen! Man muss es einfach weglachen. Also: auf zu den Waffen der Satire! Oder um mit Brecht zu sprechen: „Die Welt retten und Spaß dabei haben.“
Wir schreiben und spielen eigene Texte. Bringt Themen mit, die Euch so richtig nerven!

Sven Laude
ist unter anderem „Jugendfunktionär“ am Berliner Kabarett-Theater DISTEL. Das macht er zwar freiwillig aber nicht ehrenamtlich. Deshalb findet er seinen Job auch ziemlich attraktiv. Bis dahin war es aber ein langer Weg. Auch über den äußerst lehrreichen „Umweg“ des Ehrenamts. Manches zahlt sich eben erst später aus…die berufliche Odyssee begann mit dem Schauspielstudium und einem Jahr als Bühnenkünstler. Die Rente noch in weiter Ferne wissend, gab es noch mal einen Neustart. Als Quereinsteiger wurde er Produktionsleiter und Koordinator für internationale Theaternetzwerke. Nach einer Weiterbildung zum Kulturmanager kam er als Sonderbeauftragter für satirische Außenbeziehungen zur DISTEL und betreut nun Schulen und Jugendprojekte.
Stimmbildung: Gekonnter Einsatz von Atmung und Stimme
Jeder Mensch besitzt sein eigenes Instrument in sich und ist sich über dessen Lautstärke oft gar nicht bewusst. Unsere Stimme gibt uns die Möglichkeit zu kommunizieren. Sie formt Sprache und Gefühle und ist somit dafür verantwortlich, das nach außen zu transportieren, was in uns vorgeht. Was also tun, wenn es einem dann mal die Sprache verschlägt und die Stimme im Halse stecken bleibt? Den Mund verschließen und lieber gar nichts sagen? –Das geht auch anders! Mit der richtigen Technik ist fast alles möglich und der Frosch im Hals kann runtergeschluckt werden.
Der Workshop „Stimmbildung: gekonnter Einsatz von Atmung und Stimme“ bietet die Möglichkeit seine eigene Stimme und dessen Aussagefähigkeit einmal genauer zu beobachten und kennenzulernen. Außerdem wird der Umgang mit der Stimme in Stresssituationen wie Bühne, Vortrag oder Moderation anhand von Basistechniken zur Atem-, und Sprechtechnik geschult.

Sophie-Luise Alfter
ist ausgebildete Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin. Während der Ausbildung hat sie u.A. mit Laientheatergruppen gearbeitet und selbst sprecherisch und sängerisch auf der Bühne gestanden. Stresssituationen auf der Bühne sind ihr also selbst sehr vertraut. Desweiterem hat Sophie-Luise Alfter ein dreimonatiges Praktikum bei einem Hamburger Radiosender absolviert, bei dem sie ebenfalls selbst sprecherisch tätig war und Grundlagen im Mikrofonsprechen erhalten habe. Seit einem halben Jahr arbeitet Sophie-Luise Alfter als Sprachtherapeutin in einer logopädischen Praxis in Hamburg. Schwerpunkte in der Therapie sind z.B. Ausspracheprobleme wie Lispeln, Stottern oder Wortfindungsstörungen.
Dokumentation im Blog
Dieses Angebot ist eine durchgängige akademiebegleitende Werkzeuge-AG für journalistisch interessierte Jugendliche.
Ziel ist es , während der Pfingstakadmemie Artikel, Umfragen und mehr zu den einzelnen Programmpunkten, den Inhalten und Beteiligten zu produzieren, dabei die Stimmung einzufangen und damit ein Dokublog zu füllen. Anleitung zum journalistischen Schreiben erhaltet ihr von Medienprofis.
mit Jens Thomas, Dipl. Soziologe, Journalist u.a. polli-magazin.de und
Andreas Weiland, Vorstandsmitglied der Jugendpresse Deutschland, Macher von politik organge, Blogger u.a. ohrenflimmern.de und Gast-Redakteur bei der Berliner Gazette