Montag: Methodentag

Folgende Arbeitsgruppen für die Vermittlung von Methoden und Werkzeugen planen wir für die pfingstAKADEMIE 2018. Wir aktualisieren laufend die Ausschreibungstexte und Referent*innen, also stay tuned!

  • Projektmanagement (mit Jette Nietzard & Kevin Saukel, in Kooperation mit dem SV-Bildungswerk)
  • Macker*innen wegmoderieren (mit Friederike Frank, stuhlkreis_revolte)
  • Drag für Einsteiger*innen (mit Daniel Gögelein und Juliane Mil)
    Info: Wer sind Dragqueens und Dragkings?
  • Empowerment/Selbstverteidigung für Frauen*/Trans*/Inter* (mit Petra Westerhove, FrauenBewegungBerlin e.V.)
  • Spoken Word/Poetry Slam (mit Leyla Ayas)
  • Graphic Recording (mit Jana Kreisl)
  • Journalistisches Schreiben und Dokumentation im Blog (seminarbegleitend mit Leonie Geiger und Andi Weiland)

Abendprogramm: Open Stage

Der Methodentag wird mit der ersten pfingstAKADEMIE Open Stage beendet. Ob Poetry Slam aus der Methodengruppe, Zirkusnummer, deine eigenen Songs oder spontane Performance: The stage is yours. Falls du schon Ideen hast, nimm gern unter info@pfingstakademie.de Kontakt mit uns auf. Als ein Highlight winken die Lip-Sync-Battles aus dem Drag-Workshop. Moderation: Daniel Gögelein/Jules Miles

Projektmanagement: Jette Nietzard und Kevin Saukel, SV-Bildungswerk

Hallo, wir sind Kevin und Jette vom SV- Bildungswerk und machen mit euch einen Workshop zum Thema Projektmanagement. Das SV-Bildungswerk ist ein Verein, der sich zum Ziel gemacht hat, Schule demokratischer zu gestalten. Dazu geben wir bundesweit Workshops für ganze Klassen oder Schülervertretungen.

Jette Nietzard und Kevin Saukel:

Ich brauche Feminismus, weil es anscheinend immernoch nicht allen klar ist, dass jede*r Mensch gleich viel Wert ist.

 

 

 

 

 

Ich brauche Feminismus, weil die Gesellschaft manchmal den Sinn von Gerechtigkeit nicht verstehen will.

 

Macker*innen wegmoderieren: Friederike Frank, Kollektiv stuhlkreis_revolte

Stressfreiere Arbeitstreffen und Plena: Dafür sorgen nicht nur eine gute Struktur, sondern auch Augen und Ohren dafür, dass alle Menschen sich gleichermaßen einbringen können. Dominantes Redeverhalten à la Non-Stop-Talking, je-lauter-desto-mehr-Recht-habe-ich und verbales Aufgepluster lässt sich methodisch reduzieren.

Ich möchte mich mit euch gegenseitig für derartiges Verhalten und seine Anzeichen sensibilisieren. Darauf aufbauend schauen wir uns konkrete Methoden an, um dominantes (Rede-)Verhalten in euren Kontexten zu minimieren.

Wichtig ist unser gegenseitiger Austausch:
Was sind eure Erfahrungen im Umgang mit dominantem Redeverhalten? Wie kann ich die Beteiligung aller stärken? Redeanteile fairer verteilen? Oder auch Räume öffnen, in denen unangenehmes Redeverhalten angesprochen werden kann, ohne dass sich meine Gruppe danach zerlegt?

Friederike ist Mitglied des Kollektives stuhlkreis_revolte. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen setzt sie sich für faire Arbeitsbedingungen und Bildungsarbeit ein, welche auf Freiwilligkeit und Selbstbestimmung setzt. Sie ist Sozialarbeiterin, vor dem zweiten Morgenkaffee nicht ansprechbar und großer Yogafan.

Ich brauche Feminismus, weil Menschenrechte erkämpft wurden und wir aktiv für die Erhaltung dieser eintreten müssen.

Drag für Einsteiger*innen: Daniel Gögelein und Juliane Mil

Let’s spill the T. Dieser Workshop richtet sich an alle*, die an Drag interessiert sind. Wir nähern uns der Frage, inwiefern Männer als Frau oder Frauen als Mann verkleidet mit Feminismus in Zusammenhang gebracht werden können. YAASSSS Queen. Hierbei steht im Fokus die Geschichte der Drag Queens (Herstory ?), dennoch sind alle* willkommen. Wir erarbeiten uns ein Queeres Lexikon, eine Chronik über Drag im Allgemeinen und erweitern unsere Persönlichkeit. Danach wagen wir uns mit Puder und Pinsel an den Eigenversuch, ‚cause we’re all born naked and the rest is drag. Abgeschlossen wird unser Workshop am Abend mit einem Lip-Sync-Battle (for your Legacy) auf der Open Stage. Falls ihr leider nicht an unserem Workshop teilnehmt, können wir euch trotzdem gerne einen Lip-Sync-Gig besorgen, ohhhh Honey.

Daniel Gögelein und Juliane Mil:
Daniel (26) ist ein wahrer Tausensassa. Er studiert Soziologie und Politikwissenschaften in München. Damit bürdet er sich gerne die Leiden der Gessellschaft auf und löst diese mit Liebe. Ansonsten begeistert er sich durch ehrenamtliches Engagement in all seinen Facetten, macht alles was ihm Spaß macht (also eher weniger Sport), reißt seit elf Jahren dem bayrischen Kultusministerium den Arsch auf, haut mit seinem einzigartigen Humor Leuten ein Lachen ins Gesicht und ist eine Vollblut-Party Queen. Falls wir uns auf der Pfingstakademie unterhalten wollen, hier ein paar Themen: Feminismus,Vegetarismus und Veganismus, LGBTQ*, Musik, Sex, Bullshit und schlechte Witze.

Ich brauche Feminismus, weil solange unsere Lebenswelt durch das Patriachat bestimmt wird, niemals eine bedingungslose Gleichberechtigung herrschen kann.

Juliane (20) studiert Kunstgeschichte in München und muss sich deswegen viele mitteralterliche Jesusgesichter und Tulpen in nichtssagenden Stillleben anschauen. Sie ist neben einer Catlady auch eine leidenschaftliche Schminkexperimentiererin, die selbst gekrönte Procrastination-Queen, ein kreatives Organisationsgenie und ist jemand, der gerne Hoffnung sät. Ihr bisheriger Fels in der Brandung war das Engagement in der bayrischen Schüler*innenvertretung. Falls wir uns auf der Pfingstakademie unterhalten wollen, hier ein paar Themen: die Konservierung von Organen oder Kunst, Katzenbabys, der perfekte Mascara und Ikeaprodukte.

Ich brauche Feminismus, weil meine Zukunft nicht fremdbestimmt sein soll.

Empowerment/Selbstverteidigung für F*T*I*: Petra Westerhove

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit unseren eigenen Kräften und spüren diesen nach. Dies sind unsere verbalen, als auch körperliche Kräfte, die es uns ermöglichen, uns Gehör zu verschaffen, uns ein zu bringen und andere zu bestärken oder uns durch zu setzen. Wir nutzen unsere Kräfte ebenfalls um Angriffen oder Gefahren, die unsere persönliche Integrität bedrohen von uns fern zu halten und ab zu wehren bzw. in diesem Workshop um ein Holzbrett mit der Faust zu zerschlagen.

Petra Westerhove, 57 Jahre alt, seit 28 Jahren Trainerin für Kampfkunst und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen, Theaterwissenschaftlerin und IT-Fachfrau
FBB e.V. = Frauenbewegung Berlin e.V. ist ein Sportverein für Frauen und Mädchen, im Moment Schwerpunkt Tea Kwon Do Kurs für Frauen und SV-Mädchentraining ab 7 Jahre

Ich brauche Feminismus, weil ich Luft zum Atmen brauche.

Spoken Word/Poetry Slam: Leyla Ayas

Realität schafft Wörter oder schaffen Wörter Realität? Und was ist mit diesen blöden Machtverhältnissen, die Sprache unterwandern und auszeichnen?

Sprache benutzen wir alle irgendwie, das ist klar – aber wohl nicht immer und überall ganz bewusst, auch das ist klar. Also lasst uns sie nutzen, um uns bewusst mitzuteilen, anzuregen, aufzuwühlen, anzuklagen und mitzuteilen. Um die Wörtern des Lebens in andere Kontexte zu versetzen und unsere eigenen Realitäten und Bilder darstellen, die Stimme erheben und uns Macht nehmen, die uns Sprache geben kann. Lasst uns gemeinsam dem Verstummen entgegenwirken.

Wir werden uns auszugsweise (bekannte) Slammer_innen anschauen, ihre Methoden beobachten und dann in kleinen Arbeitsschritten uns unseren eigenen kleinen Texten nähern. Uns zuhören, und wenn ihr mögt, uns austauschen über Dinge, die uns bewegen. Feminismus geht uns alle an, aber ihr bestimmt eure Kämpfe und eure Themen.

Ich bin Leyla und das erste Mal überhaupt bei der pfingstAKADEMIE dabei. Wenn ich nicht fleißigst studiere, dann vertreibe ich das Leben mit küchenphilosophischen Debatten und Wohnzimmerpolitiktalks. Da das aber natürlich nicht ausreicht um die Welt zu verändern, mussten irgendwann andere Maßnahmen her. Politische Bildung also, bietet einen wunderbaren Austauschort für die Dinge, die kratzen, windeln und jucken. Ich freue mich sehr drauf.

Ich brauche Feminismus, weil er uns alle angeht und Ungerechtigkeit zum Kotzen ist.

Graphic Recording: Jana Kreisl

In meinem Workshop werden wir uns mit unseren persöhnlichen Geschichten zu dem Thema befassen und passende Bilder dazu finden. Hierbei lernt ihr Grundzüge von Graphic Recording und Visualisierung. Zeichenkenntnisse sind nicht notwendig!!!

Das ist meine zweite Pfingstakademie und ich freue mich ein Projekt zu diesem wichtigen Thema machen zu können! Ich bin Comiczeichnerin, Illustratorin und Graphic Recorderin. Aber eigentlich mache alles was irgendwie mit Zeichnen und Visualisierung zu tun hat. Ich bin gespannt auf eure Ideen!

Ich brauche Feminismus, weil ich finde, dass es noch so einiges zu tun gibt.

 

Journalistisches Schreiben und Dokumentation im Blog: Leonie Geiger und Andi Weiland

Die Blog-AG ist ein durchgängiger Workshop (Freitag bis Dienstag) für journalistisch interessierte Menschen. Ziel ist es, während der pfingstAKADEMIE Artikel, Umfragen und mehr zu den einzelnen Programmpunkten, den Inhalten und Beteiligten zu produzieren, dabei die Stimmen und Stimmungen einzufangen und damit ein Dokublog zu füllen. Dabei ist es nicht auf das Schreiben beschränkt, sondern es können auch Videos- und Multimedia-Storys entstehen. Unter Anleitung von Medienprofis erhältst du Tipps fürs journalistische Schreiben, Bloggen und Multimedia-Arbeiten. Die Ergebnisse aus dem letzten Jahr findest du hier: Pfingstakademie 2017

Leonie Geiger:
Es ist tatsächlich schon die sechste pfingstAKADEMIE, bei der ich dabei sein darf! 2010 war ich das erste mal als Teilnehmerin am Start und nun darf ich im dritten Jahr die Dokumentation im Blog begleiten… Und jedes Mal bin ich mit neuen spannenden Gedanken in meinem Kopf zurück gefahren. Das liebe ich! Und deswegen bin ich auch super gespannt auf die Diskussionen dieses Jahr!

Ansonsten fasziniert mich vor allem alles, was mit ‚Religion‘ zu tun hat. Deswegen studiere ich momentan in Groningen, Niederlanden, im Research-Master Religionswissenschaft mit Schwerpunkt auf Religion, Globalization and Conflicts. Und wenn ich nebenbei Zeit finde, arbeite ich als freie Journalistin.

Ich brauche Feminismus, weil ich nicht stark genannt werden will, nur weil ich Dinge verändern möchte.

Andi Weiland:

Andi Weiland hat irgendwann mal was mit Kommunikation und Politik studiert, aber die Zeit lieber dafür genutzt, um an Medienprojekten zu arbeiten. Heute arbeitet der Pfingsakademie-Rentner als Pressesprecherin bei dem Berliner Verein Sozialhelden und verwirklicht in Fotos und Videos einige Geschichten.

Ich brauche Feminisms, weil es um die gleichen Rechte und Privilegien für alle geht!