Montag: Methodentag

Der Methodentag wird mit der  pfingstAKADEMIE Open Stage beendet. Ob Poetry Slam, Zirkusnummer, deine eigenen Songs oder spontane Performance: The stage is yours. Falls du schon Ideen hast, nimm gern unter info@pfingstakademie.de Kontakt mit uns auf.

Ablauf des Methodentages:

Ab 08:00 Uhr Frühstück

Ab 09:30 Uhr Plenum

Um 10:00 Uhr Fortbildung in den Methoden-AGs

Ab 12:30 Uhr Mittagspause

Ab 14:30 Uhr Fortsetzung der Arbeit in den Methodengruppen

Ab 16:00 Uhr Kaffeepause

Ab 16:30 Uhr Fishbowl-Diskussion

Ab 18:00 Uhr gemeinsames Grillfest

Ab 20:00 Uhr Open-Stage

Folgende Arbeitsgruppen für die Vermittlung von Methoden und Werkzeugen bieten wir für die pfingstAKADEMIE 2019 an. Wir aktualisieren laufend die Ausschreibungstexte und Referent*innen, also stay tuned!

  1. Graffiti: East-West-Gallery
  2. Parkour ( mit Mert Sahin Kecek)
  3. Projektmanagement (mit dem SV-Bildungswerk)
  4. Theater der Unterdrückten (mit Joao Albertini)
  5. Moderation (mit Hannes Bever)
  6. Fotografie (mit Emmanuel Mathias)
  7. Dokumentation im Blog (mit Tasnim Rödder und Leonie Geiger)

1. Graffiti: East-West-Gallery

Mit Julia Katscher

Die East-Side Gallery ist eine der populärsten Ausstellungen Berlins.
Sie symbolisiert künstlerische Freiheit und wesentliche politische Veränderungen der Wendejahre.
Wir haben uns die Frage gestellt: Wie würde diese Mauer aussehen, wenn sie 30 Jahre später entstanden wäre?
In diesem Workshop lernt ihr, wie ihr mit Graffitis euren Forderungen kreativ Ausdruck verleihen könnt.
Von Spraytechnik bis zur Inspiration verschiedenster Gestaltungsmethoden: Wir erstellen eine East-West-Gallery. An dieser könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und eure Sicht auf die letzten Jahre an die Wand bringen.

Das ist Julia:

Ich bin Julia, 36 Jahre und fast 20 Jahre in der Graffitiszene aktv. Mit Graffiti Ende der 90er Jahre in Beruührung gekommen. Erst nur Skizzen und unterschiedliche Styles ausprobiert. Anfang der 2000er Jahre habe ich die erste Wand besprüht und bin seitdem fasziniert von Graffiti als künstlerische Ausdrucksform. Eine der wenigen Frauen in der Graffitiszene. Inzwischen langjährige Erfahrungen in der Leitung von Graffiti Workshops. Kooperatonen mit Schulen, Kinder- u. Jugendeinrichtungen, Kunstschulen, Universitäten und unterschiedlichen Kunst- und Bildungseinrichtungen. Durchführung von Auftragsarbeiten, Werbe,- und Filmproduktonen und ich bin Mitglied in der Graffitilobby Berlin. Ich bin in vielen Bereichen tätig und setze mich leidenschaftich für die junge Graffitikultur und ihren Erhalt ein. Derzeit plane und organisiere ich die Eröffnung meiner eigenen Graffitischule in Berlin Kreuzberg.

2. Parkour:

Mit Mert Sahin Kekec

Das einzige, was ihr hier mitbringen müsst, ist euer Körper. Im Parkour geht es darum, ein Ziel über Hindernisse möglichst effizient und unkompliziert zu erreichen. Für alle, die sich ihre Grenzen nicht durch Mauern definieren lassen wollen, ist dieser Workshop genau richtig.
Welche Möglichkeiten gibt es, eine Mauer zu überwinden? Wie springt man auf und über eine Mauer, ohne sich zu verletzten? und vor allem: wie nehmen wir alle dabei mit, Mauern zu überwinden. Wählt eure eigenen Wege und lernt, wie ihr eure Körper als Instrument nutzen könnt, um sicher euer Ziel zu erreichen.

Hier geht es um die Sportart “Parkour”. Dieser Sport zeigt euch, wie man sich schnell und effizient fortbewegt und sorgt beim Ausüben auch für ein Ganzkörper Training. Das ganze mache ich schon seit ca. 4-5 Jahren.

Das ist Mert:

Ich bin 21 Jahre alt, bin in Berlin geboren und habe türkische Wurzeln. Ich mache derzeit mein FSJ im Vivantes Klinikum Neukölln in der Anästhesie-Abteilung und habe vor, nach dem FSJ, weiter im Krankenhausbereich zu bleiben.

3. Inklusives Projektmanagement

Mit Diana Hensel und Viktoria Lachenmaier vom SV-Bildungswerk

Du hast eine Projektidee und würdest sie gerne umsetzten? Allerdings weißt Du nicht, wo Du anfangen sollst? Dieser Workshop zeigt Dir, wie Projekte geplant, strukturiert, organisiert und abgeschlossen werden. Dabei kannst Du herausfinden, welche Methode am besten zu Dir und Deiner Projektidee passt.
Auch wenn Du noch keinen Projektwunsch im Kopf hast, besteht die Möglichkeit, an der Gestaltung von Projektplanung mitzuwirken und deine eigenen Vorschläge einzubringen. In Bezug auf unser Thema möchten wir mit euch diskutieren, wie sich Projekte inklusiv gestalten lassen, also alle gleichberechtigt daran beteiligt sind. Was muss ich bei der Planung für ein Projekt mit Barrierefreiheit beachten? Wie sehen Projekte ohne Grenzen aus? Wie lassen sich diese umsetzen? Und was bedeutet überhaupt Inklusion?

4. Theater der Unterdrückten

Mit Joao Albertini

Einführungsworkshop -Theater der Unterdrückten von Augusto Boal
Das Theater der Unterdrückten kombiniert Kunst und Selbsterfahrung mit politischem Probehandeln.
Es bietet viele Möglichkeiten der Aktivierung von im Alltag oft unterdrückten oder vernachlässigten sozialen und kommunikativen Ressourcen in der spielerischen, ästhetischen und theatralen Begegnung von Menschen.

Das ist Joao:

Joao Albertini ist Diplom Pädagoge und Bildungsreferent der außerschulischen politischen Jugendbildung. Seine Schwerpunkte liegen dabei auf diversitätsbewusster Pädagogik, Theater der Unterdrückten und globalem Lernen

5. Barrierearmes Moderieren

Mit Hannes Baver

Moderation ist eine Methode zum Begleiten von Arbeits- und Gruppenprozessen. Die Moderation soll eine Gruppe dabei unterstützen, ihre gesetzten Ziele zu erreichen, indem sie durch Methodenauswahl, Steuerung des Redeflusses, Unterstützung der Gruppendynamik und Sicherung der Ergebnisse zur Seite steht.
Ein Gruppengespräch oder eine Veranstaltung zu moderieren ist gar nicht so einfach.
Wann ist es wichtig, sich neutral und objektiv zu verhalten, wo muss ich einschreiten und Grenzen setzen?
Und wie gestalte ich meine Moderation so, dass alle zu Wort kommen? Was muss ich bei meiner Moderation beachten, damit sie für alle zugänglich, also inklusiv ist?

In diesem Workshop lernt ihr, welche Methoden sich gut und weniger gut für eure Moderation eignen. Zudem zeigen wir euch, welche Bedürfnisse dabei zu beachten sind, wie ihr leichte und diskriminierungssensible Sprache anwendet und wie ihr visuelle Unterstützung für alle gestaltet.

Das ist Hannes:

Hannes Bever hat Erziehungswissenschaften, Philosophie sowie Abenteuer- und Erlebnispädagogik studiert. Er arbeitet als Bildungsreferent und systemischer Berater mit dem Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung für die stuhlkreis_revolte.

6. Photographic Memories – Ich mache mir ein Bild

Mit Emmanuel Mathias

Welchen Einfluss haben Fotografien auf unsere Erinnerung? Wie wurden sie in der DDR verwendet, beim Einzelnen, in der Familie oder in der Gesellschaft? Wie gehen wir heute mit Fotografien um? Anhand einzelner fotografischer, künstlerischer Positionen damals und heute werden verschiedene Strategien vorgestellt, experimentell und konzeptuell mit dem Medium der Fotografie umzugehen.
Dazu werden kleine fotografische Serien entwickelt, welche aus eigenen oder schon vorhandenen Fotografien bestehen können, um sich und für andere ein Bild zu machen.

Das ist Emmanuel:

Emanuel Mathias ist Fotograf, Filmemacher und bildender Künstler. Er lebt und arbeitet in Leipzig, Halle und Weimar. Von 2002 – 2011 hat er künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert und arbeitet seit 2014 als künstlerischer Mitarbeiter an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle.  Seine Arbeiten sind zur Zeit in der Ausstellung Aus der Ferne. Bilder zur DDR in der Villa Stuck München zu sehen. Weitere Infos: https://www.villastuck.de/ausstellungen/2019/ferne/index.htm

7. Dokumentaion im Blog

Mit Sophie Wenkel und Leonie Geiger

Die Blog-AG hält die pfingstAKADEMIE für die Nachwelt auf dem Doku Blog fest. Dafür schreiben wir Artikel, führen Interviews, erstellen Umfragen, produzieren Videos oder andere Formen der Dokumentation zu den einzelnen Programmpunkten, Inhalten und Beteiligten. Anders als andere Methodengruppen ist die Blog-AG ein durchgängig stattfindender Workshop (Freitag bis Dienstag).
Du musst kein Vorwissen im Journalismus haben, sondern einfach nur Lust darauf haben, journalistischzu arbeiten. Wenn du schon Erfahrungen mitbringst: Umso besser!
Die Dokumentation der pfingstAMADEMIE ist nicht auf das Schreiben beschränkt, sondern mit dem nötigen Equipment können auch Videos- und andere Multimedia-Storys entstehen. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Außerdem wollen wir mit euch besprechen: Welche Wege gibt es in den Journalismus? Was macht eine Geschichte aus? Was sind die klassische journalistische Formate und wie verkaufe ich meine Geschichte?

Das sind Sophie und Leonie

Sophie Wenkel war gerade ein halbes Jahr für die Deutsche Welle Akademie in Ghana unterwegs. Nun beendet sie ihr Politik- und Ethnologiestudium und zieht – wie sich das für eine kreative Mittzwanzigerin gehört – nach Berlin. Sophie schreibt als freie Journalistin und sammelte Erfahrungen mit der Betreuung von Medienprojekten.

Leonie Geiger ist freie Journalistin. Sie ist Redakteurin bei der Berliner Gazette, hat u.a. für
taz.de und die ZEIT Akademie gearbeitet. Momentan ist sie im Forschungsmaster “Religion and Culture” an der University of Groningen in den Niederlanden.