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Feminismus meets Popkultur

Am Thementag der 18. Pfingstakademie wurde Feminismus auch im Rahmen eines Workshops mit dem YouTuber Tarik Tesfu diskutiert. Dabei stand die Verknüpfung von Feminismus und Popkultur im Mittelpunkt. Es zeigte sich: Feminismus ist bei weitem kein Nischenthema mehr und selbst weltweit agierende Unternehmen oder auch Kunstschaffende werden darauf aufmerksam. Ein Bericht aus dem Workshop “Feminismus und Popkultur”.

Von Julian B. (Feminismus ist für mich eine notwendige gesellschaftliche Entwicklung, die Gleichberechtigung, Gleichheit aber auch Individualität und Freiheit in den Mittelpunkt stellt und somit für eine tolerante und bunte Gesellschaft wirkt.)
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Themengruppen 2018

Keynote/Einstiegsvortrag: Basiswissen Feminismus (mit Marek Sancho Höhne)

Was bedeutet Feminismus eigentlich? Gibt es einen oder viele Feminismen? Was sind wichtige Themen in feministischen Bewegungen? Und was hat Intersektionalität mit Feminismus zu tun?  Und was hat Feminismus  mit Geschlecht zu tun? Was bedeutet Feminismus gesellschaftlich und ganz alltägliche für jede_n Einzelne_n im Alltag? In dem Einstiegsvortrag versuchen wir alle gemeinsam auf einen ähnlichen Wissensstand zu Feminismus zu kommen um anschließend mit vielen Fragen und Ideen in die Workshops gehen zu können.


Marek Sancho Höhne studierte Kulturwissenschaften (Sozialwissenschaften und Kulturgeschichte) und soziokulturelle Studien hauptsächlich in der Kultur- und Sozialanthropologie. Marek Sancho gibt freiberuflich Trainings, Workshops, Weiterbildungen, Lehraufträge, Vorträge, berät, sensibilisiert, publiziert, ist aktivistisch tätig und macht Radio zu den Schwerpunkten trans_gender, Körper, Normalisierung, Antidiskriminierung, Gesundheit, Gewalterfahrung, Biographie – Lebenserzählungen, Migration und (neo)kolonialen Strukturen.

Aktuell promoviert Marek Sancho Höhne unter dem Arbeitstitel „trans_normal? Erzählungen über Be_grenz_ung_en von trans*gender in Deutschland“.

Ich brauche Feminismus, weil wir inklusiven Feminismus brauchen.

 

Themengruppen #wsfPA18:

A) Feminismus und Sexismus in Popkulturen (mit Tarik Tesfu, Feminist/Content Creator/Gutmensch)

Feminismus meets Internet meets Mainstream meets Yeah! Für mich als Netz-Aktivisten passen Feminismus, Popkultur und Mainstream ganz wunderbar zusammen. Denn wie nice würde unsere Gesellschaft aufgestellt sein, wenn feministische Themen den Mainstream erobern. Kurz gesagt: Es wird allerhöchste Zeit für Femstream: Hurra! Aber wie erreichen wir diese feministische Noch-Utopie? Wie hilfreich (oder auch nicht) sind Feminismus-Shirts bei H&M dabei? Kann, soll, darf oder muss Feminismus überhaupt je Mainstream sein? Was hat Beyoncé mit der Nummer zu tun? Und wie könnt ihr eure feministischen Ideen im Netz verwirklichen?

Tarik Tesfu ist Netz-Aktivist, Video-Kolumnist und Gutmensch. Seit 2015 hüpft er als selbsternannter Gender-Messias durchs Internet und hat dabei eine klare Botschaft: Gender-Love, Amen! On top ist Tarik einer der Hosts von Jäger & Sammler (ZDF), dem investigativen Online-Format auf Facebook und YouTube.

Ich brauche Feminismus, weil er knallt!

Foto: Nadine Schwickart

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B) Feminismus und Islam (Mit Nesreen Hajjaj, in Kooperation mit der Jungen Islamkonferenz)

Debatten um sich oftmals widerstrebende Konzepte innerhalb feministischer und Islamischer Praxis sind gesellschaftlich stark aufgeladen und instrumentalisiert. Oft genug hören wir von schlimmen Geschichten, die jenseits von wahr und falsch sind und zudem aus Perspektiven geschrieben werden, die es erst zu erfassen gilt. In meinem Workshop möchte ich gerne die zwei großen Worthülsen Feminismus und Islam mit Leben füllen. Gerne möchte ich ein Abbild aus der Historie machen, in die Gegenwart eintauchen, in die Welt von jungen muslimischen Feministinnen blicken und stets die Möglichkeit für Fragen möglich machen.

Mein Name ist Nesreen und ich bin 25 Jahre jung. Ich habe mich schon ganz früh dafür entschieden, dass ich die Welt verbessern will. Anfangen damit möchte ich mit mir selber und dann gebe ich mir Mühe den Menschen um mich herum so oft es geht ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, sie glücklich zu machen und Menschen mit meinem Wesen zu überraschen. Ich arbeite derzeit für das Berliner jugendFORUM 2018 in den Bereichen Programm und Community. Ich bin zudem verheiratet und bin waschechte Berlinerin aus Berlin Spandau.

Ich brauche Feminismus, weil ich ein Mensch bin und nicht NUR eine Frau.

Hinweis: Wir wissen, dass auch über die Verknüpfungen und Verbindungen zwischen Feminismus und anderen Religionen geredet werden soll und muss. Gern möchten wir euch dazu einladen, das große Thema “Feminismus und Religion” beim Barcamptag zu vertiefen.

C) Antifeminismus in der Neuen Rechten (Mit Teresa Sündermann)?

Rechtspopulist*innen, rechte und rechtsextreme Politiker*innen provozieren immer stärker mit ihren Polarisierungen und erweitern damit ihren Einflussbereich. Genderpolitik, Gender Mainstreaming und Gleichstellungspolitik werden zu ideologischen Feindbildern stilisiert, Frauen* werden bis hin zur Entmenschlichung objektiviert. Woher kommt diese Argumentationsweise? Worauf zielt sie ab? Welches Menschenbild versuchen Akteur*innen der Neuen Rechte damit zu verbreiten? Woran erkenne ich Antifeminismus – und was kann ich dagegen tun?


Teresa Sündermann ist eine freie Bildungsreferentin aus Berlin. Sie arbeitet zu unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Themen, wie Vorurteile und Diskriminierung, Rassismus, Hate Speech oder Rechtsextremismus – und das am liebsten in interaktiven Workshops mit Jugendlichen. Nebenbei studiert sie noch in Frankfurt (Oder) den Master “Soziokulturelle Studien”.

Ich brauche Feminsmus, weil wir gleiche Rechte, gleiche Repräsentation, gleiche Möglichkeiten und gleiche Bezahlung wollen – und keine Rosen zum Frauen*tag.

D) Kritische Männlichkeiten* (Mit Thomas Viola Rieske – Dissens e.V.)?

In diesem Workshop wollen wir der Frage auf den Grund gehen, was Männer* mit Feminismus zu schaffen haben. Dürfen, sollen oder müssen auch Männer* Feministen sein? Wie können feministische Allianzen geschmiedet werden? Was braucht es von ihnen um Geschlechterrollen aufzubrechen? Wo geschieht dies bereits und wo nicht? Und wo spielt Männlichkeit* im Alltag eine (unbewusste) Rolle?


Thomas Viola Rieske ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Europa-Universität Flensburg im Forschungsprojekt “Jungen und Bildung. Männlichkeiten in pädagogischen Institutionen”. Er arbeitet seit mehreren Jahren zu den Themen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, Jungen und Bildung, Reflexion von Männlichkeiten in Bezug auf Bildung, Gewalt und Arbeit.

Ich brauche Feminismus, weil er mein Engagement für ein gewaltfreies Leben  inspiriert.
 
Fishbowldiskussion: Angriff auf die sexismusfreie Gesellschaft??Zum Verhältnis von Feminismus und Antirassismus

Ob die Silvesternacht 2015 in Köln, sexuelle Übergriffe durch Geflüchtete im Jugendkulturzentrum Conne Island in Leipzig oder Diskussionen um die Türpolitik des queeren Clubs SchwuZ in Berlin: Viele Debatten um diese und andere Ereignisse haben sichtbar gemacht, dass Sexismus und Rassismus stark miteinander verschränkt sind. Als Antwort darauf versammeln sich auf der einen Seite Feminist*innen, um #ausnahmslos gegen alle Formen sexualisierter Gewalt, Sexismus und Rassismus vorzugehen. Auf der anderen Seite bringen sich rechte PolitikerInnen in Stellung, die von “Sexismus als Importware” sprechen und ganze Bevölkerungsgruppen so pauschal abwerten.
Sind die Antworten so einfach? Das Verhältnis zwischen Sexismus und Rassismus ist komplex, schwierig und in manchen Situationen nicht einfach zu verstehen. Dabei ist Sexismus selbstverständlich kein neues Phänomen. Wie kann die Schockstarre über dieEreignisseüberwunden werden? Brauchen wir einen antirassistischen Feminismus? Oder einen feministischen Antirassismus? Wie kann verhindert werden, dass die eine Diskriminierung gegen die andere benutzt wird? Und: Wie kann ich sexistischem Verhalten entgegnen, ohne in rassistische Stolperfallen zu geraten?

Moderation:


Elisabeth Zschache, freiberufliche Moderatorin und Referentin für Bildungsarbeit, Philosophin, Leidenschaft für Partizipation & Aushandlungsprozesse

Ich brauche Feminismus, weil ich ein gutes Leben für alle will.


Jörg Humrich, stuhlkreis_revolte

Gäste:


Gizem Adiyaman, DJ, Aktivistin und Mitbegründerin des Partykollektivs Hoe_mies

Ich brauche Feminismus, weil er Wegbereiter zur Gleichstellung aller Geschlechter ist.


Sibel Schick, freie Journalistin (u.a. taz.die tageszeitung) und Teil der “Neuen Deutschen Medienmacher”

Ich brauche Feminismus, weil, sowie die Demokratie, braucht auch die Geschlechtergleichheit permanente Pflege.

June Tomiak, MdA, Bündis’90/Die Grünen, Sprecherin für Jugend und Strategien gegen Rechtsextremismus

Ich brauche Feminismus, weil wir Sexismus intersektional bekämpfen müssen. Feminismus kann nur inklusiv sein, wenn er Mehrfachdiskrimierungen mitdenkt und bekämpft.

Till Randolf Amelung, Referent für LGBTI, Diversity, Behinderung und Gleichstellung, Autor (u.a. in “Beißreflexe – Kritik am queeren Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten”)

Ich brauche Feminismus, weil ich eine gerechtere Gesellschaft will.

Foto: Doris Belmont
 
Abendprogramm

? Improtheater mit Doreen Wermelskirchen


Ich bin Schauspielerin, Sängerin, Theaterpädagogin und Coach und brenne fürs Theaterspielen – und liebe es, diese Leidenschaft weiterzugeben. Ein großer Fokus meiner Arbeit liegt auf dem Improtheater (ich bin seit vielen Jahren Ensemblemitglied bei den Improvisionären), weil man mit Leichtigkeit und Spaß komplexe Themen behandeln kann. Wie zum Beispiel Feminismus. ;-)

Ich brauche Feminismus, weil ich entscheiden will, worauf ich Bock hab.
doreenwermelskirchen.de // improvisionaere.com

Barcamp 2018

 

Moderation: Richard Scherzer & Leonie Geiger.

Ich bin Richard Scherzer, 20 Jahre alt und studiere im Moment Physik an der Technischen Universität Berlin. Da ich im letzten Jahr einen Freiwilligendienst über das Programm „Freiwilliges Jahr Beteiligung“ in der Stiftung wannseeFORUM absolviert habe konnte ich die pfingstAKADEMIE bereits einmal kennenlernen. In diesem Jahr bin ich nun als Kooperationspartner für das „FJB“ wieder in die Organisation der pfingstAKADEMIE involviert und freue mich schon sehr auf viele spannende Debatten zu diesem weitläufigen Thema.

Ich brauche Feminismus, weil er in meiner Wahrnehmung nicht nur für die Gleichstellung von geschlechtlichen Gruppen kämpft, sondern auch fundamental die Frage verhandelt: „Wie wollen wir miteinander zusammenleben?“

Rückenwind für Eure Ideen! Die Youth Bank Deutschland fördert eure Projekte

Ihr habt Bock was zu verändern und wollt ein cooles Projekt starten? Dann lasst Euren Ideen freien Lauf! Veränderung fängt im Kleinen an und Engagement macht dann am meisten Spaß, wenn Ihr dahinter steht. Für den – manchmal etwas steinigen – Weg von der Idee zum Projekt bietet Euch Youth Bank Unterstützung an. Wir beraten Euch bei der Planung Eures Projektes und können es mit bis zu 400,- € fördern. Egal ob Konzert, Kunst-Workshop, Umwelt-Aktion oder Jugendclubgestaltung – im Fokus stehen bei Youth Bank immer Eure Ideen. Mehr Infos unter www.youthbank.de.

Das Team vom Youth Bank Deutschland e.V. unterstützt die Pfingstakademie und ist beim BarCamp-Tag am 20.05.18 im wannseeFORUM. Dort könnt Ihr Euch Tipps in Sachen Projektmanagement, Finanzplanung etc. für Eure Idee holen und auch direkt eine Förderung für Euer Projekt beantragen! Es lohnt sich also, im Gepäck Platz für gute Projektideen zu lassen :)

Foto: Sessionplan 2017

 

Methodengruppen 2017

Folgende Arbeitsgruppen für die Vermittlung von Methoden und Werkzeugen planen wir für die pfingstAKADEMIE 2017:

  • Projektmanagement
  • Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit
  • Graphic Recording
  • Argumentationstraining gegen Rechts
  • Kreative Protestmethoden
  • Forumtheater

und

  • Online Dokumentation, hier erstellt ihr unter professioneller Anleitung einen Blog zur pfingstAKADEMIE, auf dem ihr über die verschiedenen Aktionen und Angebote berichtet. Dies hat jedoch zufolge, dass ihr sowohl am Thementag als auch am Barcamptag mit Dokumentation und Recherche beschäftigt seid und somit nicht so intensiv in die inhaltliche Diskussion einsteigen könnt. Für angehende Journalist*innen, Reporter*innen und Interessierte jedoch genau das Richtige!

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Das war’s, pfingstAKADEMIE 2017…

Pfingstakademie 2017 “Wir(r) sind die Alternativen!”
(c) Andi Weiland | www.andiweiland.de

Schade, schon vorbei. Wir hoffen, es hat Euch ebenso großen Spaß gemacht wie uns und wir konnten gemeinsam ein paar Verwirrungen entwirren.
Auf der Homepage des wannseeFORUMs findet Ihr auch noch einen zusammenfassenden Artikel. Schaut doch mal vorbei: www.wannseeforum.de
Wenn Ihr Rückmeldungen und Wünsche für kommende Veranstaltungen habt, sendet diese sehr gerne an soerje@wannseeforum.de.

Ansonsten sehen wir uns hoffentlich im nächsten Jahr… wir freuen uns schon auf die nächste pfingstKADEMIE mit Euch!!!

SAVE THE DATE: 18. bis 22. Mai 2018

Bis dahin,
Richard und Finn für das PA-Team

Rechte Parolen? NEIN DANKE!

Nazi*innen, Reichsbürger*innen, PEDIGA-Aktivist*innen, AfDler*innen und leider auch Menschen aus der bürgerlichen Mitte: Immer mehr sehen wir uns mit Diskussionen konfrontiert, in denen das Gegenüber mit rechten Parolen um sich wirft. Hier für euch 5 Methoden, um gegen Aussagen wie „Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg“ oder „Das sind doch eh alles nur Wirtschaftsflüchtlinge“ argumentieren zu können. Be strong!

Von Mitch (21), der jetzt erst mal Nazis boxen geht.

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Krise oder dum?

Habt ihr euch schon mal gefragt, was denn genau eine Krise ist? Oder euch gewundert, wie dumm manche Weltgeschehnisse und Situationen sein können? Wir waren uns nicht sicher und haben deswegen euch gefragt ‘Krise oder dum?’!

Von Lisa und Jules, die finden, dass das wanseeFORUM ganz dringend eine Sauna mit Schwimmbad braucht.

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Protest gleich Gewalt?

So kuschelig das “Kreative” im Workshoptitel “Kreativer Protest”  klingt, so politisch ging es dort in Wirklichkeit zu. Denn Schilder hochhalten ist längst nicht die einzige Form von Protest, der Übergang zu Gewalt fließend – und schnell ist man bei der Frage, wie (il)legitim etwa eine Sitzblockade ist.

Von Lorenz, hat natürlich noch keinerlei Erfahrung mit Gewalt bei Protesten gemacht.

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Bist du unser*e DurchschnittsPAler*in?

Wie sieht der/ die DurchschnittsPAler*in aus? Ist er/sie männlich oder weiblich? Wie groß? Was macht er/ sie gerne? Und was ist sein/ihr Lieblingsessen? Genau das wollten wir herausfinden. Hier geht es zum Ergebnis. Schau nach und finde heraus, wie ähnlich ihr euch seid – oder eben nicht.

Von Lisa und Jules, die gerne das wannseeFORUM kaufen würden, wären sie Multimilliardäre

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