5 Wege mit Mackern*innen umzugehen

Alle kennen diese Situation: Man sitzt abends entspannt bei einem Bier in der Bar und da kommt diese eine Person: Sie hat, wie es scheint mehr Redebedarf als alle anderen, wichtigere Dinge zu sagen als alle anderen und die Weisheit mit dem Löffel gegessen. Doch es gibt ganz simple Tricks, um eine*n Macker*in den Griff zu bekommen. Im Folgenden 5 Tricks, die euch hoffentlich den nächsten Barabend entspannter gestallten können.
Von Karlo Kolumna (Feminismus ist für mich die Gleichstellung der Geschlechter auf allen Ebenen)

Macker*innen gibt es in allen Formen und Farben, die Person, die in einem Gespräch alle dominiert und weder Wort noch Meinung zulässst, der Mensch, der die ganze Zeit nur herablassende Kommentare liefert, um sich selbst zu erheben… Im „Macker*innen weg moderieren“ Kurs der Pfingstakademie 2018 wurde mit Kursleiterin Frederike über Macker*innen und Wege mit ihnen umzugehen gesprochen.
Ich habe meine liebsten und am universellst anwendbaren 7 Punkte gewählt und werde sie nun für euch vorstellen:

1. Emotionen regulieren
Ein Gespräch, in dem eine*r beleidigend oder laut ist, scheint es manchmal sehr schwer, ruhig zu bleiben. Doch was hat man davon, wenn man selber zornig und laut wird? Die Situation kann sich dann nur noch weiter steigern und hochschaukeln. Ein Gespräch kann so einfach nicht funktionieren und manchmal ist es einfach das beste, ruhig zu bleiben und die Person gegenüber reden zu lassen.

2. Versuchen, mehr Raum einzunehmen
Jemand, die oder der die ganze Zeit redet, das Wort an sich reißt und allen anderen ins Wort fällt, lässt nicht viel Raum für andere Meinungen. Dennoch ist es wichtig sich einzubringen, also tut genau das. Traut euch selber die dreiste Person zu sein, die dem Gegenüber das Wort abschneidet. Falls die Person nicht direkt aufhört zu reden, kann es passieren, dass ihr eine Zeit lang nebeneinander her redet, das muss man akzeptieren und so lange weitermachen, bis die Person aus freien Stücken stoppt.

3. Gespräch kontrollieren
Wenn das Gegenüber einem dennoch keine Chance lässt sich einzubringen, muss man vielleicht eine Reihenfolge oder eine dritte Person bestimmen, die bestimmt, wer jetzt redet. Klar, es klingt vielleicht komisch, aber wenn die Person euch keine Wahl lässt, muss man vielleicht mal zu etwas absurderen Mitteln greifen.

4. Explizit ansprechen
Wenn jemand nicht auf die oben genannten Versuche reagiert, bleibt dir manchmal nichts anderes übrig, als dieser Person einfach mal direkt und klar zu sagen, wie ihr Verhalten bei dir ankommt und wie du dich damit fühlst. Das kann teilweise ein riesigen Unterschied machen, da sich die Person vielleicht gar nicht so gewahr was, was ihr Verhalten bewirkt.

5.Gehen

Wenn eine Person weder auf alle wohl gemeinten Hinweise noch auf explizites Ansprechen reagiert, gibt es noch die Option, das Gespräch zu beenden oder zu gehen. Ihr habt getan, was ihr konntet und die Person legt immer noch solch ein Verhalten an den Tag, dann scheint sie auch nicht an einem richtigen Gespräch mit euch interessiert zu sein, daher könnte es das beste sein einfach zu gehen.